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Geschäftsentwicklung

Pöttinger: Schwieriger Marktsituation erfolgreich gegengesteuert

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
06.09.2016

Dank innovativer Produkte und einem ausgewogenen Produktportfolio gelang es Pöttinger, durch ein schwieriges Marktumfeld geprägt und einem starken allgemeinen Absatzrückgang in der Landtechnikbranche, einen Umsatz von 301 Millionen Euro im vergangenen Wirtschaftsjahr zu erzielen.

Pöttinger Geschäftsleitung

Dank des innovativen und ausgewogenen Produktportfolios konnte Pöttinger der allgemeinen Marktentwicklung gegensteuern: Der Absatz der Maschinen aus dem Bereich Bodenbearbeitung und Sätechnik konnte erfolgreich gesteigert, jener der Ersatzteile gehalten werden. In Summe gelang es dem österreichischen Familienunternehmen auf diese Weise, mit rund 1 700 MitarbeiterInnen einen Umsatz von 301 Millionen Euro zu erzielen. Im Vergleich zum umsatzstärksten Jahr 2014/15 ist das ein leichter Rückgang von sechs Prozent. Nach dem starken Wachstum und der Verdopplung des Umsatzes in den letzten Jahren bietet diese Wachstumspause für Pöttinger eine Chance, die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten und die weitere Internationalisierung voranzutreiben. Basis dafür bleiben die stark kundenorientierten Innovationen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Vertriebspartnern.

Investitionen in den Erfolg von morgen

Der Fokus bei Pöttinger lag im vergangenen Jahr klar auf dem weiteren Ausbau für das Wachstum und den Erfolg von morgen. Die Ausbauserie in die Pöttinger WerkeWELT umfasst die ProduktionsWELT mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro und die ErsatzteilWELT. Neben der inzwischen abgeschlossenen Erweiterung der Werke Bernburg und Vodnany werden bis Mitte 2017 auch im Stammwerk rund 12 000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsflächen eingerichtet und alle Prozesse neu gestaltet. Auf der neu geschaffenen Fläche wird der Materialfluss der gesamten Grünlandmaschinen-Produktion wesentlich verbessert, es entstehen ergonomische Arbeitsplätze. Mit dem Projekt ArbeitsWELT wurden im Verwaltungsgebäude am Stammsitz zukunftsweisende Bürostrukturen errichtet und damit ebenfalls Weichen für die Zukunft gestellt. In Taufkirchen an der Trattnach, in unmittelbarer Nähe zum Stammwerk, entsteht die Pöttinger ErsatzteilWELT. Das Logistikcenter auf rund 7 000 Quadratmeter Fläche garantiert auch künftig beste Verfügbarkeit der rund 50 000 verschiedenen Ersatz- und Verschleißeile.

Starke Entwicklung in Bodenbearbeitung und Sätechnik

Die enormen Entwicklungsleistungen im Bereich der Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Sätechnik in den letzten Jahren machen sich nun gerade in schwierigen Zeiten bezahlt. Pöttinger gelang in diesen Bereichen eine Absatzsteigerung.

Der Grünlandbereich ist mit 57 Prozent der Haupt-Umsatzträger, gefolgt von Bodenbearbeitung und Sätechnik mit rund 28 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr wurde im Grünlandbereich allerdings ein Minus von rund zwölf Prozent erzielt. In der Sätechnik dagegen entwickelte sich der Umsatz mit einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr hervorragend. Das Original-Ersatzteile-Geschäft sorgte im Vergleich zum Vorjahr für den gleichen Umsatz. Hierzu trugen vor allem die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie die erfolgreiche Etablierung der widerstandsfähigen DURASTAR Verschleißteile am Markt bei.

Viele Märkte weltweit waren durch ein schwieriges Marktumfeldes gekennzeichnet. Trotzdem gab es auch positive Ausnahmen: Überdurchschnittlich stark wuchsen – gemäß prozentueller Umsatzsteigerung - die Exportmärkte Ferner Osten, Baltikum, Kanada, Ukraine, Australien und Belgien.

Kontinuierliche Internationalisierung als Basis für künftiges Wachstum

Internationale Märkte sind nach wie vor zentral für den Erfolg von Pöttinger: die Exportquote von 86,5 Prozent und ein aus internationalem Vertrieb erwirtschafteter Umsatz von 260,5 Millionen Euro zeigt die enorme Bedeutung.

Die Top-5-Umsatzzuwachsländer in Bezug auf den absoluten Maschinenumsatz im Vergleich zum Vorjahr sind Ukraine, Kanada, Frankreich, Japan und China. Neben Deutschland mit rund 19 Prozent, stellt Frankreich mit 13,5 Prozent Anteil am Gesamtumsatz einen der größten und wichtigsten Einzelmärkte dar.

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