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Michelin

Reifenhersteller steigert Umsatz und operatives Ergebnis

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am Mittwoch, 26.02.2020 - 14:59

Der Reifenhersteller Michelin hat 2019 den Umsatz um 9,6 Prozent auf 24,135 Mrd. Euro gesteigert nach 22,028 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Betriebsergebnis stieg bei konstanten Wechselkursen um 234 Mio. Euro auf 3,009 Mrd. Euro (2018: 2,775 Mrd. Euro). Dies entspricht einer operativen Marge von 12,5 Prozent, die damit nahezu auf dem Vorjahresniveau blieb (2018: 12,6 Prozent).

Der operative Gewinn betrug 2,691 Mrd. Euro nach 2,550 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte um 70 Mio. Euro auf 1,730 Mrd. Euro (2018: 1,660 Mrd. Euro). Der strukturelle Free Cash Flow der Michelin Gruppe belief sich zum Jahresende auf 1,615 Mrd. Euro. Die vorgeschlagene Dividende pro Aktie liegt bei 3,85 Euro nach 3,70 Euro im Vorjahr.

Der Absatz ging entsprechend der rückläufigen Marktentwicklung um 1,2 Prozent zurück. Die vorteilhaften Entwicklungen beim Preismix und bei den Rohstoffkosten schlugen sich mit 324 Mio. Euro positiv im Nettoergebnis nieder. Der Zuwachs sei auch ein Beleg für die anhaltende Preisdisziplin sowie den Wandel beim Produktmix mit steigendem Umsatz bei 18-Zoll- und größeren Pkw-Reifen, einem umfangreichen Geschäft mit Spezialreifen und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Erstausrüstung und dem Absatz auf dem Ersatzmarkt.

Im Jahr 2020 erwartet Michelin einen leicht rückläufigen Markt für Pkw-Reifen und leichte Lkw-Reifen. Der Ersatzmarkt wird voraussichtlich geringfügig zulegen, während die Erstausrüstung weiter zurückgehen dürfte. Die Märkte für Lkw- und Geländereifen dürften sich eher schwach entwickeln, unter anderem durch den erwarteten starken Rückgang im Erstausrüstungsgeschäft. Die Märkte für Spezialreifen dürften sich aufgrund einer Anpassung der Lagerbestände ebenfalls leicht rückläufig zeigen, die Reifennachfrage sollte aber auf Vorjahresniveau bleiben.
In diesem allgemein rückläufigen Marktumfeld erwartet Michelin für das Jahr 2020 ein gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufiges Betriebsergebnis und einen Free Cash Flow von über 1,5 Mrd. Euro. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die möglichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise in China.