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RWA-Konzern: Schwieriges Umfeld ist Ansporn für Zukunft

von , am
15.04.2015

Der Konzern der RWA Raiffeisen Ware Austria zeigt in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld eine zufriedenstellende Entwicklung.

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Wesentliche Herausforderungen waren teils deutlich gesunkene Rohstoffpreise, eine geringe Investitionsbereitschaft der Kunden sowie die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts. Auf diese Faktoren stellte sich der RWA-Konzern jedoch frühzeitig ein und ermöglichte damit eine vergleichsweise stabile Konzernleistung. Besonders erfreulich ist, dass das Handelsvolumen mit agrarischen Erzeugnissen erstmals die Drei-Millionen-Tonnen Marke überschritt.
 
Der konsolidierte Gesamtumsatz des RWA-Konzerns lag 2014 bei 2,5 Milliarden Euro (minus 7,3 Prozent). Hauptverantwortlich für den Rückgang sind gesunkene Preise im Agrar- und Energiegeschäft. Die Ergebnisentwicklung war in nahezu allen Konzerngesellschaften positiv. Das EGT im RWA-Konzern sank auf 29,5 Millionen Euro (2013: 34,5 Millionen Euro). Dafür sind zwei Faktoren ausschlaggebend: Einerseits ein schwieriges Energiegeschäft aufgrund des milden Winters und andererseits die Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Geschäftsentwicklung des Beteiligungsunternehmens Austria Juice. Dieses litt massiv unter dem Handelsembargo und der Abwertung der ukrainischen Landeswährung. Stabilität verleiht dem Konzern weiterhin seine starke Eigenkapitalquote. Diese stieg 2014 von 49,5 auf 51 Prozent. Das Gearing - die Nettofinanzverschuldung - liegt bei 16 Prozent.
 
"Das Jahr 2014 war auf vielen Ebenen herausfordernd und stellte uns immer wieder auf die Probe. Wir konnten auf negative Entwicklungstendenzen jedoch frühzeitig reagieren und sind vor diesem Hintergrund mit der Konzernentwicklung sehr zufrieden", so RWA-Generaldirektor DI Reinhard Wolf. Zu den wesentlichen Faktoren, die die Geschäftsentwicklung beeinflussten, zählte insbesondere die schwache Konjunktur. Der Handel mit Baustoffen, Konsumgütern sowie Landmaschinen war von einer enttäuschenden privaten Konsumnachfrage sowie einer geringen Investitionsbereitschaft geprägt. Stark gefallene Preise wirkten sich hingegen auf das Agrar- und Energiegeschäft aus. "Dank dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir es geschafft, hemmende Einflussfaktoren, die sich in allen Geschäftsbereichen gezeigt haben, möglichst gut abzufedern. Darüber hinaus haben wir das Jahr 2014 auch genutzt, um strategische Weichen für die Zukunft zu stellen. Dazu zählen maßgebliche Investitionen in Österreich sowie den CEE-Ländern. Unser Ziel ist es, auch in einem schwierigen Umfeld unsere Position am österreichischen Markt zu festigen und weiterhin gezielt Wachstum zu generieren", so Wolf.
 
Das Segment Agrar entwickelte sich im RWA-Konzern erfolgreich. Das konzernweite Handelsvolumen wurde 2014 erneut gesteigert und überschritt 2014 erstmals die Drei-Millionen-Tonnen-Grenze. 2009 lag dieses noch bei zwei Millionen Tonnen. Der Umsatz betrug 1,2 Milliarden Euro und sank nur aufgrund von stark gesunkenen Agrarpreisen um 5,1 Prozent. Ziel für die Zukunft ist es, das Mengenniveau kontinuierlich auszubauen. Hier setzt die RWA insbesondere auf ihr Engagement in den CEE-Ländern.
 
Die gefallenen Agrarpreise bewirkten in der Landtechnik eine starke Investitionszurückhaltung bei den Landwirten. In diesem Segment entwickelte sich der Konzern mit einem Umsatz von 93,9 Millionen Euro (plus 0,8 Prozent) jedoch stabil. In den Segmenten Technik und Baustoffe entwickelten sich die Lagerhäuser parallel zum Branchentrend. Prägende Faktoren waren die schwache Konsumnachfrage und die gesunkene Investitionsbereitschaft der Endkunden. Der österreichweite Baustoffumsatz liegt 2014 bei 668 Millionen Euro (minus 4,7 Prozent). Im Landtechnikhandel zeigte sich ein starker Marktrückgang. Die Neuzulassungen von Standard-, Obst- und Weinbautraktoren sanken in Österreich um mehr als 21 Prozent. Der Landtechnik-Umsatz der Lagerhäuser verringerte sich um 7,8 Prozent auf 646 Millionen Euro.
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