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Geschäftsentwicklung

RWZ mit deutlich verbesserter Gesamtlage

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
14.05.2018

Die RWZ Rhein-Main eG (RWZ) konnte im Geschäftsjahr 2017 ihre Gesamtlage deutlich verbessern. Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Unternehmens wurden das Geschäftsbereichsportfolio gestrafft, die Schulden gesenkt und das Eigenkapital gestärkt. Das EBIT konnte gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, das Konzernergebnis wieder in die Gewinnzone gedreht werden.

RWZ Vorstand

„Wir haben in 2017 viele Steine bewegt, das Unternehmen stabilisiert und im Hinblick auf unsere Strategie PRIO Umsetzungsstärke bewiesen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Kempkes anlässlich der RWZ-Bilanzpressekonferenz in Köln.

Durch die unterjährig umgesetzte Entkonsolidierung der in Allianzen mit der AGRAVIS Raiffeisen AG eingebrachten Bereiche Futtermittel und Raiffeisen-Märkte sowie durch eine bewusste Rückführung des Margen-schwachen Energiegeschäftes resultierte ein gegenüber dem Vorjahr um minus vier Prozent reduzierter Konzernumsatz von 2,26 Milliarden Euro. Der konzernweit gehandelte Mengenabsatz blieb bei 6,9 Millionen Tonnen stabil.

Der mit der Straffung des Geschäftsbereichsportfolios verbundene Rohertragsverlust wurde durch entsprechend reduzierte Aufwandspositionen (Personalkosten, Zinsen) fast gänzlich kompensiert. Das EBIT verbesserte sich sogar leicht um plus 0,2 Millionen Euro auf 13,0 Millionen Euro. Der Saldo aus neuerlich angefallenen Restrukturierungskosten und Erträgen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen war mit minus 3,3 Millionen Euro insgesamt negativ. Trotzdem resultierte im Ergebnis ein Jahresüberschuss im RWZ-Konzern von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: minus 4,5 Millionen Euro. Auf dieser Basis wird der Vorstand der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende um plus 0,5 Prozent-Punkte auf 2,5 Prozent vorschlagen.

Die Konzernbilanz der RWZ stellt sich laut Finanzvorstand Joachim Rabe als „im Vergleich zum Vorjahr wesentlich solider dar“. So konnten die Konzernverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um rund minus 60 Millionen Euro gesenkt und die Eigenkapitalquote um plus drei Prozent-Punkte auf nun 24 Prozent erhöht werden. Mit den Konsortialbanken wurde die Finanzierung bis 2021 festgezurrt. Im Fazit zeigt sich der Vorstand mit dem Erreichten zufrieden, man wisse aber genau, dass „es noch ein anstrengender Weg ist, bis wir da sind, wo wir hin wollen“, so Christoph Kempkes.

In der Landtechnik konnte die RWZ im angestammten Vertriebsgebiet die Marktanteile diverser Fabrikate aus dem Hause AGCO auf ein Rekordniveau ausbauen. „Bezüglich Stückzahlen haben wir nun die ‚1.300‘ im Visier“, so Christoph Kempkes. Darüber hinaus wurden gemeinsam mit der schweizerischen GVS Weichen gestellt, um auf dem Markt für Agrartechnik in Frankreich zu wachsen.

Für das Geschäftsjahr 2018 kündigt Joachim Rabe „Zwei Milliarden Euro Konzernumsatz und 15 Millionen Euro EBIT“ als Ziel an.

Beide Vorstände betonen, dass sie den Schulterschluss aller Mitarbeiter, Gremien und Banken hinter der Strategie PRIO als inzwischen sehr stark wahrnehmen. „Nach der Stabilisierung in 2017 folgt nun in 2018 die Mobilisierung. Dabei wird es eine Akzent- Verschiebung, weg von Restrukturierungs-Themen, hin zu investiven und organisatorischen Maßnahmen geben“, so Christoph Kempkes. Ebenso im Zentrum der Anstrengungen sollen die Themen Qualität und Kundenservice stehen – in beidem sei man noch nicht gut genug, das wisse man. Folglich wolle man das Streben nach durchweg positiver Resonanz der Kunden noch besser im Unternehmen verankern.

 

 

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