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RWZ investiert in Landtechnik in Frankreich

RWZ
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
13.12.2017

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) und die GVS Agrar AG mit Sitz im schweizerischen Schaffhausen, beides bedeutende Vertriebspartner von Landmaschinen des AGCO-Konzerns, haben am 12.12.2017 ein Joint Venture in der Agrartechnik für den französischen Markt besiegelt.

An der neu gegründeten Firma Agro Rhin SAS mit Sitz in Marlenheim/Frankreich, halten beide Genossenschaften je 50 Prozent der Anteile. Ziel ist es, über die Agro Rhin durch Bündelung der Kompetenzen beider Häuser im französischen Markt zu expandieren und mittelfristig dort eine führende Rolle einzunehmen.

Der Vorstandsvorsitzende der RWZ, Christoph Kempkes, verweist in diesem Zusammenhang auf seine Strategie PRIO zur Neuausrichtung der RWZ. „Nachdem wir bislang da, wo es notwendig war, restrukturiert haben, ist es nun an der Zeit, in unser Kerngeschäft zu investieren. Weit oben auf der Liste steht hier die Landtechnik. Mit der GVS haben wir für den französischen Markt einen idealen Allianz-Partner gefunden. Wir mögen, vertrauen und schätzen uns", so Christoph Kempkes.

Ugo Tosoni, Präsident des Verwaltungsrates der GVS Agrar AG, betont ebenfalls die gemeinsame Ambition dieser Partnerschaft: „Auch wir müssen uns weiterentwickeln. Die Schweiz allein setzt uns diesbezüglich enge Grenzen. Frankreich bietet aus unserer Sicht interessante Möglichkeiten zur Expansion und die RWZ hat dort bereits Erfahrung.“

Als erste gemeinsame Aktivität der Agro Rhin ist beabsichtigt, den bislang Inhaber geführten, mittelständischen Landtechnikhändler SAS Manager zu übernehmen. Dieser langjährige AGCO-Vertriebspartner für die Marke Fendt ist an drei Standorten in Moissac, Gaillac und Monferran, inmitten der von Obst-, Wein- und Ackerbau geprägten Anbauregion rund um Toulouse tätig. Hier befinde man sich in der Klärung letzter vertraglicher Details. Kempkes und Tosoni kündigten an, bei Manager sowohl das Schlepper-Sortiment um Valtra als auch das Beiprogramm ausbauen zu wollen. Die operative Führung wird bereits per 01.01.2018 auf die Agro Rhin übergehen.

Die bereits im dritten Jahr laufenden Landtechnik-Aktivitäten der RWZ im Elsass - betrieben in den Tochtergesellschaften Euro Agrar für Fendt und Baehrel für Massey Ferguson - laufen laut Kempkes zufriedenstellend: „Der Markt zieht deutlich an. Die Ergebnisse passen. Das gibt uns Rückenwind und macht Mut zu mehr.“ In 2018 wolle man gemeinsam mit dem schweizerischen Partner auch prüfen, ob die Elsass-Aktivitäten der RWZ sinnvollerweise in die gemeinsam gehaltene Agro Rhin eingebracht werden können. „Dann wäre die Agro Rhin stark genug, von sich aus in Frankreich weitere Übernahmen anzugehen“, so Christoph Kempkes abschließend.

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