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Geschäftszahlen

RWZ Raiffeisen: Geschäftsjahr 2015 befriedigend verlaufen, aber Rekordumsatz im Geschäftsbereich Technik

la/AGRARTECHNIK
am
14.04.2016

Auf der Bilanzpressekonferenz 2016 der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) am 12. April berichtete der Vorstand, Markus Stüttgen und Dr. Nicolai von Roenne, von einem zufriedenstellenden Verlauf im Geschäftsjahr 2015.

Auch wenn Umsatz und Ertrag unter den ursprünglichen Planwerten gelegen haben, hat das Geschäftsjahr 2015 dazu beigetragen, die Position der RWZ, insbesondere im Agrargeschäft, trotz sehr anspruchsvoller Rahmen- und Marktbedingungen weiter zu festigen. So lag der Umsatz des RWZ-Konzerns per 31.12.2015 mit 2,39 Milliarden Euro um 111 Millionen Euro bzw. 4,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Auch sank der Mengenabsatz leicht um 1,6 Prozent auf 6,17 Millionen Tonnen, allerdings im Wesentlichen begrenzt auf Rückgänge in den Geschäftsfeldern Getreide, Futtermittel und Energie. Vor allem die rückläufige Entwicklung in der Sparte Getreide/Ölsaaten war die Ursache für den gegenüber Vorjahr um rund 7 Millionen Euro auf 238,9 Millionen Euro verminderten Konzern-Rohertrag. Der Geschäftsbereich Technik konnte das Geschäftsjahr 2015 mit einem Rekordumsatz von 250 Millionen Euro abschließen und sich damit entgegen der bundesweit rückläufigen Branchenkonjunktur hervorragend behaupten. So stieg das Neumaschinengeschäft um 1,5 Prozent auf 126 Millionen Euro. Mit Gebrauchtmaschinen setzte die RWZ rund 25 Millionen Euro um. Dies entspricht einer Steigerung um elf Prozent. Während die Gesamtzulassungen bei Schleppern über 60 PS im Einzugsgebiet um 13 Prozent zurückgingen, gelang es der RWZ ihre Marktposition vor allem mit ihrer exklusiv vertriebenen Schleppermarke Fendt nicht nur gegen den Trend von 20,8 Prozent auf 24 Prozent zu steigern, sondern auch in der Stückzahl dank des passenden Fendt-Schlepperprogramms und des in den letzten Jahren aufgebauten nahezu flächendeckenden Werkstattnetzes auf Basis von mittlerweile 40 (inklusive Frankreich und Luxemburg) RWZ-Agrartechnikbetrieben auszubauen. Auch das ebenfalls flächendeckend zur Verfügung stehende Service- und Ersatzteilangebot wird laufend ausgebaut. So wird die RWZ künftig ihr Angebot speziell bei Ersatzteilen um einen Web-Shop erweitern. Über diesen Web-Shop können Kunden künftig Ersatzteile per App ordern und diese entweder selber bereits am Vormittag des Folgetages bei der RWZ-Filiale abholen oder sich nach Hause liefern lassen. Die im Jahr 2012 aufgenommenen Auslandsaktivitäten der RWZ-Agrartechnik in Luxemburg waren von der ungünstigen Einkommenslage der dortigen Landwirtschaft gekennzeichnet. Dagegen verlief das im Jahr 2015 aufgenommene Geschäft mit der Schleppermarke Massey Ferguson in Frankreich über die dort tätige RWZ-Tochterunternehmung Baehrel S.A.S deutlich erfolgreicher. So konnte im dortigen Marktverantwortungsgebiet ein Marktanteil von fast 18 Prozent gegenüber zehn Prozent im Landesdurchschnitt erzielt werden. Zum 01.01.2016 ist das Vertriebsnetz von Baehrel um zwei weitere Standorte im südlichen Elsass erweitert worden, sodass die RWZ dort künftig an fünf Standorten ihre Produkte und Dienstleistungen in der Agrartechnik anbieten kann.
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