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Tiemann-Gruppe feiert 110-jähriges Bestehen

von , am
28.07.2015

200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten der Einladung der Tiemann-Gruppe in das Haus Schütting, den Sitz der Handelskammer Bremen, sowie in den nicht minder repräsentativen Festsaal des Bremer Rathauses direkt gegenüber, um gemeinsam ein Jubiläum feiern zu können.

Einen "goldenen Traktor" zum 110-jährigen Bestehen der Firma Tiemann überreichte Dr. Olaf Turß, Geschäftsführer John-Deere-Vertrieb, an Dr. Dirk Plump, geschäftsführender Gesellschafter der Tiemann-Gruppe, und dessen Neffen Caspar Plump und Christoph Lange, die die nächste und damit fünfte Unternehmergeneration bilden. © Werkbild
Das mittelständische Familienunternehmen konnte auf 110 Jahre erfolgreichen Bestehens zurückblicken. Es hat die Weichen in Richtung fünfte Unternehmergeneration gestellt. Beides ist heute keineswegs mehr selbstverständlich.
 
Gegründet wurde die Firma Tiemann 1905 und widmete sich zunächst dem Handel mit Rohtabak. Doch im Zuge der Industrialisierung verlegte man sich mehr und mehr auf andere Geschäftsfelder, wie dem Gütertransport. Schon 1924 rollten die ersten sechs Bulldogs durch Bremens Straßen und transportierten Bierfässer der Brauerei Becks zum Hafen. Tiemann und Lanz (Mannheim) gingen damals eine Ehe ein, die bis heute hält und über die Jahrzehnte an Stärke gewonnen hat, mit dem Unterschied, dass die Marke Lanz 1956 von John Deere übernommen wurde. Eine ähnliche Verbundenheit gibt es mit MAN, dem Hersteller von Lkw und Bussen. Diese begann vor 81 Jahren mit der Anschaffung einer sogenannten Straßenzugmaschine, berichtete der jetzige Firmenchef, Dr. Dirk Plump. Die Familie Plump, seit 300 Jahren in Bremen ansässige Kaufleute (Getreidehandel, Bankhaus) kam in der Tiemann-Historie nach dem Zweiten Weltkrieg ins Spiel. Sie hat das Unternehmen schrittweise ausgebaut und fortwährend den sich verändernden Märkten angepasst.
 
Heute verfügt die Tiemann-Gruppe über 16 Standorte mit einer Gesamtbetriebsfläche von 27 Hektar im Elbe-Weser-Dreieck, beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter und hat ständig 60 bis 80 Auszubildende in ihren Reihen. Laut Heinz-Jürgen Löw, Vorstand der MAN Truck and Bus AG, zeigen sowohl der Kundenzufriedenheitsindex wie auch der im Vergleich zur weiteren MAN Vertriebsorganisation weit überdurchschnittliche Marktanteil die besondere Stärke der Firma Tiemann. Auch daher "freue man sich auf eine lange weitere Zusammenarbeit". Dr. Olaf Turß, Geschäftsführer Vertrieb bei John Deere, bezeichnete in seinem Grußwort die Tiemann-Gruppe als "Vertriebspartner der ersten Stunde" wie auch als festen Bestandteil der „Händler der Zukunft“-Strategie von John Deere. Der Handel mit Landtechnik sei heute "vielmehr als Maschinen zu verkaufen". Er, Turß, schätze das Unternehmen als "Spezialist für Verkauf und Service" und betonte, "die Menschen sind der Unterschied, der den Erfolg ausmacht".
 
Zu den seit 2005 sechs neu gegründeten beziehungsweise in den vergangenen Jahren ausgebauten Tiemann-Standorten gehört der in Sittensen, direkt an der A1. Dort ist der Landtechnikhandel konzentriert, der neben John Deere ein stattliches Sortiment an Maschinen und Geräten für Außen- und Innenarbeiten namhafter Hersteller umfasst, die man kaufen oder auch mieten kann. Fragt man Dirk Plump, was den mehr als hundertjährigen Erfolg der Firma ausmacht, sagt er knapp: "Nähe zu den Kunden, zufriedene Kunden und Verbundenheit mit der Region."
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