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LTU 2020

Titan Machinery über die deutsche Händlerkonsolidierung

am Donnerstag, 09.01.2020 - 19:55

Das deutsche Landtechnik-Händlernetz ist im Wandel. Das war auch Thema auf den Landtechnischen Unternehmertagen 2020.

Dr. Enrico Sieber

Wie wird sich die Landtechnik-Händlerstruktur in den kommenden Jahren verändern? – Diese Frage stellen sich viele, die in der Landtechnik ihr berufliches Zuhause haben. Dass es zu einer weiteren Ausdünnung des Händlernetzes kommen wird, wird kaum bezweifelt. Das liegt nicht nur an der tendenziell höheren Wettbewerbsfähigkeit von großen Unternehmen, sondern auch daran, dass manche Erstausrüster ihre Händlerschaft bewusst auf wenige große Unternehmen begrenzen.

Ein Titan betritt Deutschland

Im Rahmen der Landtechnischen Unternehmertagen 2020 haben Christian Mitterdorfer (Vice President Europe bei Titan Machinery Europe) und Dr. Enrico Sieber (Geschäftsführer der Titan Machinery Deutschland GmbH mit Hauptsitz im sächsischen Burkau) über die Besonderheiten ihrer Arbeit beim weltgrößten Case IH-Händler und deren Sicht auf die kommenden Veränderungen in Deutschland und Europa berichtet. 

Schließlich baut Titan Machinery – mit dem Stammsitz im US-amerikanischen West Fargo (Norddakota) – auch seine Marktposition in Europa Schritt für Schritt aus. In Bulgarien, Rumänien und Serbien hat Titan Machinery schon lange den Case IH-Importeurs-Status inne. Seit 2013 ist das Unternehmen auch in der Ukraine aktiv. Dass Titan Machinery 2018 – mit der Übernahme der Agram Gruppe – auch erstmals in Deutschland Fuß fasste, war ein weiterer Schritt in der Wachstumsstrategie des Titanen.
 

Amerikanische Verhältnisse bei Geschäftsführern

Titan Machinery LTU 2020

In Ihrem Vortrag berichteten die beiden Referenten unter anderem über das Händlernetz in den USA. Neben markanten Unterschieden gäbe es auch Gemeinsamkeiten zur alten Welt. So wurde unter anderem die Altersstruktur der Händlerbetriebs-Inhaber dargestellt. Da es sich auf beiden Seiten des Großen Teichs zum großen Teil um Personen über 50 Jahre handelt, stellt sich heute vielerorts die Nachfolge-Frage. Interessant ist, dass dabei ein großer Teil der US-Händler einen Verkauf des eigenen Unternehmens nicht ausschließt. Das könne man auch bei deutschen Unternehmern erkennen.

Interessant waren auch die Erfahrungen von Dr. Enrico Sieber aus der Übernahme der Agram Gruppe. Im Vergleich zum klassischen deutschen, inhabergeführten Fachhandelsbetrieb gäbe es – insbesondere für Führungspersonen – viele Veränderungen und neue Schwerpunkte, wenn man bei einem Riesen wie Titan Machinery tätig sei.