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VDMA Landtechnik: Agrartechnikindustrie mit Innovationsoffensive

la/AGRARTECHNIK
am
23.11.2015

Auf der kürzlich zu Ende gegangenen Agritechnica konnten sich die Besucher aus aller Welt wieder über viele Innovationen der Agrartechnikindustrie informieren.
„Wer im Agribusiness auf Erfolg setzt, kommt an intelligenter und leistungsfähiger Landtechnik nicht vorbei“, sagt Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Landtechnik.

Landwirtschaft erkennt Digitalisierungstrend

Besondere Impulse seien dabei von „digitalen Vernetzungslösungen“ ausgegangen, „die in zahlreichen Anwendungsfeldern bereits besser etabliert sind als in anderen Industriezweigen“. Für mehr als 40 Prozent der Landwirte und Lohnunternehmer hätten sich digitale Produkt- und Serviceangebote zu einer kaufentscheidenden Größe entwickelt, so das Ergebnis der im Messeumfeld durchgeführten VDMA-Ausstellerbefragung. Als zentrale Voraussetzung für den Markterfolg vernetzter Systeme nennt die Studie „Effizienzsteigerungen mit Nachhaltigkeitsanspruch“ – ein Faktor, der für 94 Prozent der Zielgruppe von höchster Relevanz ist. Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, sei eine „der Kernthesen, des Digitalisierungsversprechens, die mit Fragen der Kompatibilität, des Bedienkomforts und der Verfügbarkeit schlagkräftiger Breitbandnetze in einem engen Zusammen-hang steht“, so Scherer.

Stimmungsbild verhalten optimistisch

Frage man nach dem Stimmungsbild innerhalb der Agrartechnikindustrie, so seien „zum Teil erhebliche regionale Unterschiede“ festzustellen, sagt der VDMA-Geschäftsführer. Ein „besonders gutes Stimmungsbild“ lasse sich derzeit für die zentraleuropäischen Länder zeichnen, die von fast zwei Drittel der Befragten in der Pluszone gesehen werden. Ähnlich optimistisch stelle sich die Lagebeurteilung mit Blick auf Nordamerika, Asien und weite Teile Westeuropas dar.

Lediglich in Deutschland neige eine Mehrheit von 54 Prozent zu einer pessimistischeren Beurteilung des Status quo, was vorrangig damit zusammenhänge, „dass der konjunkturelle Abschwung hierzulande erst relativ spät eingesetzt hat“. Noch deutlich zurückhaltender zeigt sich erwartungsgemäß die Stimmung in den GUS-Staaten und der Ukraine, wo fast drei Viertel der befragten Landtechniker eine abwartende Haltung einnehmen.

Erstklassiges Messezeugnis

In Sachen Organisation, Besucherinteresse und Gesprächsqualität erhält die diesjährige Agritechnica von den interviewten Managern hingegen Traumnoten. „Für unsere Industrie hat sich der Weg nach Hannover erneut gelohnt. Rund 80 Prozent der Unternehmen bewerten die Messe mit den Schulnoten gut oder sehr gut – ein erstklassiges Zeugnis in schwieriger Lage“, so Scherer. Eine besondere Bedeutung habe die „wachsende Internationalität“ der Veranstaltung. „Dass zwischenzeitlich mehr als die Hälfte der Aussteller einen internationalen Hintergrund hat, ist ein Ansporn für uns, auch und gerade in konzeptioneller Hinsicht. Denn langfristig wird nur derjenige Erfolg haben, der unser Geschäft mit all seinen globalen Verflechtungen kennt und versteht.“

Geschäftsanbahnung erwartungsgemäß schwieriger

Neue Geschäftsbeziehungen anzubahnen, fiel der Industrie offenkundig etwas schwerer als in den Vorjahren. „Der Konjunkturzyklus schlägt sich in dieser Frage naturgemäß recht deutlich nieder“, erläutert Scherer. Unter diesen Voraussetzungen sei ein Zufriedenheitswert von zirka 60 Prozent „mehr als ein Achtungserfolg“.

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