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VDMA sieht leichte Stimmungsaufhellung vor der Sommerpause

von , am
28.07.2015

Die europäische Landtechnikindustrie blickt wieder etwas optimistischer auf ihr Geschäft für das zweite Halbjahr.

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Bevor einige Unternehmen im Sommer traditionell ihre Produktion für ein paar Wochen ruhen lassen, äußerten sich die Branchenvertreter in der monatlichen Konjunkturumfrage des Dachverbandes CEMA tendenziell zuversichtlich. Vor allem verringerte sich der Anteil derjenigen, die ihre aktuelle Geschäftslage als negativ bewerten, von rund 50 auf nun 40 Prozent. Unter anderem hat sich die Stimmungslage in Italien vor dem Hintergrund höherer Auftragseingänge in den letzten Wochen merklich verbessert. Im Juni hat sich der Umsatz der italienischen Hersteller auf ihrem Heimatmarkt gemäß Umfrage um zirka 15 Prozent erhöht. Als nachhaltig kann dieser Trend aber erst gelten, wenn sich diese Entwicklung noch ein paar Monate fortsetzt. Die Perspektiven des französischen Marktes scheinen sich ebenfalls kurzfristig aufzuhellen.
 
Einige Unternehmen vor Ort setzen dabei auf eine generelle Stimulanz für den Industriesektor infolge eines am 10. Juli vom französischen Parlament verabschiedeten Gesetzes, das für Investitionen bis zum kommenden Frühjahr Steuernachlässe gewährt. Dies dürfte den Landwirtschaftssektor direkt jedoch weniger betreffen, sondern eher die vor- und nachgelagerten Bereiche. In den übrigen großen europäischen Märkten Deutschland und Großbritannien sind die Trends dagegen eher schwächer geworden. Die Aussichten auf Verkäufe in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) bleiben verhalten. Insgesamt befindet sich die Landtechnikbranche, auch gemäß dem CEMA-Barometer, weiter klar in der Rezessionsphase. Trotz mancher regionaler Lichtblicke sind für die Zeit nach der Sommerpause und Ernte generell weitere Umsatzrückgänge einzuplanen.
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