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Verkehrsministerium: Erlöschen der Betriebserlaubnis bei Nachbau-Turboladern

von , am
28.02.2015

Wie der Turbolader-Spezialist Motair in seinem aktuellen Newsletter darauf hinweist, erlöscht nach einer Stellungnahme des Verkehrsministerium die Betriebserlaubnis beim Einbau von Nachbauturboladern ohne entsprechende Genehmigung.

© Masur
Die namhaften Turbolader-Serienhersteller produzieren täglich tausendfach Spitzenqualität. Sie beliefern sowohl die Motoren- und Kraftfahrzeughersteller, als auch den Ersatzteilmarkt mit OE Turboladern (original equipment). Diese Turbolader werden entsprechend den Vorgaben und Spezifikationen der Motoren- und Kraftfahrzeughersteller entwickelt und gefertigt. Es ist vermehrt festzustellen, dass im Ersatzteilmarkt von Dritt-Unternehmen Nachbau-Turbolader angeboten werden. Diese Nachbau-Turbolader werden als Austausch-Ersatzteile für originale Turbolader vertrieben. Sie sind konstruktiv nicht identisch mit originalen Turboladern. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine Stellungnahme abgegeben . Das BMVI kommt darin zu dem Ergebnis, dass beim Einbau eines Nachbau-Turboladers ohne entsprechende Genehmigung davon auszugehen ist, dass die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlischt:
"Werden nun [... ] Turbolader [... ] ausgetauscht, müssen diese Teile dem genehmigten Zustand entsprechen. Werden in genehmigungsrelevanten Bereichen Teile verbaut, die nicht in der Genehmigung aufgeführt sind, liegt der genehmigte Zustand des Fahrzeugs nicht mehr vor, da von einer Änderung des Abgas- und Geräuschverhaltens auszugehen ist. Dies ist unabhängig davon, ob sich diese Teile in wesentlichen konstruktiven Merkmalen unterscheiden. Bei einem Verbau eines genehmigungsabweichenden Turboladers muss ein Nachweis entsprechend § 19 Abs. zwei und drei der Straßenverkehrs-Zulassung-Ordnung erbracht werden."
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