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Geschäftszahlen

Wacker Neuson mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2017

Wacker Neuson Kettenbagger_Dumper
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
21.03.2018

Wacker Neuson konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 seine Umsatz- und Ergebniszahlen gegenüber dem Vorjahr signifikant steigern und seine gesteckten Ziele erreichen. Der Konzern richtet sich mit seiner „Strategie 2022“ konsequent am Kunden aus. Themen wie digitale Transformation und Service 4.0 stehen im Vordergrund.

Umsatz wächst zweistellig

Getrieben von Marktanteilsgewinnen in einem günstigen Marktumfeld und einem Aufschwung in fast allen für den Konzern bedeutenden Regionen stieg der Konzernumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 um 13 Prozent auf 1.534 Mio. Euro (2016: 1.361 Mio. Euro). Die hohe Innovationskraft der Produkte und die konsequente Ausrichtung an Marktbedürfnissen führten zu einer hohen Kundennachfrage. „Wir konnten unsere Marktposition sowohl national als auch international weiter ausbauen und Marktanteile hinzugewinnen“, erläutert Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE.

Im größten Absatzmarkt Europa, in dem der Konzern rund 74 Prozent der Umsatzerlöse generiert, wuchs der Umsatz um elf Prozent und erreichte 1.130 Mio. Euro (2016: 1.021 Mio. Euro). Umsatzstärkstes Land war unverändert Deutschland, wo der Konzern durch ein dichtes Niederlassungsnetz mit über 60 eigenen Stationen sowie einer ergänzenden Händlerorganisation eine besonders starke Position im Markt innehat. Des Weiteren wurde die starke Umsatzentwicklung in der Region von einer breiten Mehrheit der europäischen Länder getragen, insbesondere von Frankreich, Polen und Österreich. Getrieben von steigenden Lebensmittelpreisen, vor allem für Milchprodukte, hellte sich auch die Stimmung in der europäischen Landwirtschaft deutlich auf, was ebenfalls zum Wachstum in der Region beitrug. Zwar wurde das Umsatzwachstum in der Landwirtschaft durch den Auslauf der OEM-Kooperation mit dem Landmaschinenhersteller Claas gedämpft, dafür zeigte hier die neu eingegangene Partnerschaft mit John Deere erste Erfolge.

Die kräftigen Umsatzzuwächse im Konzern wirkten sich unter anderem aufgrund gehobener Skaleneffekte und der Beibehaltung einer effizienten Kostenstruktur überproportional auf die Ergebniskennzahlen aus: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 48 Prozent auf 131 Mio. Euro, was einer EBIT-Marge von 8,6 Prozent entspricht (2016: 88,8 Mio. Euro; 6,5 Prozent). Bereinigt man das Ergebnis um Einmaleffekte und Aufwendungen für Restrukturierungen beträgt die EBIT-Marge 9,4 Prozent (2016: 6,2 Prozent).

Der Free Cashflow konnte im Geschäftsjahr 2017 annähernd verdreifacht werden und erreichte einen Rekordwert von 99 Mio. Euro (2016: 35 Mio. Euro). Neben dem verbesserten Ergebnis wirkten sich hier die eingeleiteten Maßnahmen zur Reduktion des Net Working Capitals aus, das in Relation zum Umsatz spürbar von rund 42 Prozent auf rund 36 Prozent im Jahr 2017 gesenkt wurde. Hierbei halfen gezielte Abverkäufe von Altlagerbeständen, wobei auch die Struktur der Vorräte deutlich verbessert wurde.

Neue „Strategie 2022“

Seine starke Marktposition will der Baugeräte- und Kompaktmaschinenhersteller weiter ausbauen. Große Bedeutung kommt dabei der intensiven Bearbeitung der Kernmärkte Europa und Nordamerika zu. „Wir haben unsere Möglichkeiten in unseren Stammmärkten noch längst nicht ausgeschöpft. Wir wollen insbesondere in unseren Kompetenzfeldern mit Baugeräten der Verdichtungs- und Betontechnik sowie mit unseren Kompaktbaumaschinen Wachstumspotenziale heben“, erläutert Lehner und fährt fort: „Unsere ‚Strategie 2022‘ zielt auf die kompromisslose Ausrichtung am Kunden ab. Die drei strategischen Pfeiler ‚Fokussierung‘, ‚Beschleunigung‘ und ‚Exzellenz‘ geben hierbei die Richtung vor.“

Prognose für das Geschäftsjahr 2018

Auf das Jahr 2018 blickt der Konzern mit Optimismus. „Unsere Märkte sind derzeit intakt, die Prognosen machen zuversichtlich und wir sind stark in das Jahr gestartet. Wir erwarten einen Umsatz von 1,65 bis 1,70 Mrd. Euro, was einer Steigerung von acht bis elf Prozent gegenüber 2017 entspricht und eine Verbesserung der EBIT-Marge auf neun bis zehn Prozent“, erläutert Lehner. Diese Prognose beinhaltet nicht die aus einer möglichen Transaktion im Zusammenhang mit einer Immobilien-gesellschaft des Konzerns erwarteten Einmalerträge.

 

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