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Ergebnis

Wacker Neuson erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Rekordumsatz

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
19.03.2019

Die Wacker Neuson Group konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um 11,3 Prozent auf 1.706,5 Millionen Euro steigern.

Wacker Neuson Group_HQM Munich

Im Geschäftsjahr 2017 lag der Umsatz noch bei 1.533,9 Millionen Euro. Währungsbereinigt erreichte das 2018er-Wachstum 13,3 Prozent. Das Geschäft legte nach Unternehmensangaben in allen Regionen und Geschäftsbereichen zu. Der Konzern habe dabei von dem anhaltenden Wachstum der globalen Bauwirtschaft, der hohen Nachfrage in den Kernmärkten Europa und Nordamerika sowie dem konsequenten Ausbau der Vertriebsaktivitäten in Nordamerika und Asien profitiert. Durch optimierte Kostenstrukturen und die Realisierung von Skaleneffekten hätte sich gleichzeitig die Profitabilität verbessert.

Martin Lehner (Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE): "Wir sind im vergangenen Jahr mit einem neuen Rekordumsatz auf Wachstumskurs geblieben. Unsere Prognose für Umsatz und Ergebnis haben wir erreicht, obwohl wir weltweit mit Engpässen in der Lieferkette zu kämpfen hatten. Die hohe Nachfrage nach unseren Geräten und Maschinen konnten wir deshalb nicht immer voll erfüllen."

Geschäft mit landwirtschaftlichen Maschinen stark gewachsen

Europa blieb mit einem Anteil von 73,2 Prozent der Erlöse die wichtigste Zielregion. Hier steigerte der Konzern seinen Umsatz um 10,5 Prozent auf 1.248,9 Millionen Euro (2017: 1.129,8 Millionen Euro). Zum Wachstum haben demnach insbesondere Deutschland – der größte Einzelmarkt – sowie Polen, Österreich, England, Frankreich, Spanien und die Benelux-Länder beigetragen. Das Geschäft mit landwirtschaftlichen Maschinen wuchs besonders stark. Die Kooperation der Konzerntochter Kramer mit dem US-amerikanischen Hersteller John Deere entwickelte sich weiter positiv. Gemeinsam erreichten die in der Landwirtschaft aktiven Konzernmarken Kramer und Weidemann ein Umsatzplus von 18,4 Prozent auf 256,0 Millionen Euro (2017: 216,2 Millionen Euro).

In der Region Amerikas legte der Umsatz um 11,3 Prozent auf 397,8 Millionen Euro zu (2017: 357,5 Millionen Euro). Währungsbereinigt lag das Plus bei 16,7 Prozent. Bei der Entwicklung des Geschäfts profitierte der Konzern von einer hohen Nachfrage aus der nordamerikanischen Vermietindustrie, insbesondere nach Baugeräten. Der Absatz der in den USA produzierten Kompaktlader konnte infolge einer verbesserten Marktdurchdringung gesteigert werden, so das Unternehmen weiter. Der Konzern setze dabei strategisch auf exklusive und hochqualifizierte Vertriebspartner, sogenannte Ankerhändler. Infolge der verstärkten Marktpräsenz stieg auch der Absatz von Kompaktmaschinen aus europäischer Produktion.

In Asien-Pazifik wuchs der Umsatz um 28,3 Prozent auf 59,8 Millionen Euro (2017: 46,6 Millionen Euro). Wechselkursbereinigt erreichte das Wachstum 35,0 Prozent. China und Australien seien die Wachstumstreiber in der Region. Die Produktion für den südostasiatischen Raum wurde im vergangenen Jahr in einem neuen Werk in China zusammengefasst. In Pinghu, nahe Shanghai, startete im Januar die Herstellung von Minibaggern unter zwei Tonnen Betriebsgewicht. Im Jahresverlauf kamen Baugeräte für den asiatischen Markt hinzu und im Dezember lief die Fertigung größerer Bagger mit fünf bis sieben Tonnen Betriebsgewicht an.

Schritte der "Strategie 2022" umgesetzt

Im Rahmen der im März 2018 vorgestellten mittelfristigen Konzernstrategie der Wacker Neuson Group wurde unter anderem die Zahl der weltweiten Produktionsstätten von zehn auf acht reduziert. In den USA wurde die Produktion in Menomonee Falls (Wisconsin) konzentriert. Der Standort Norton Shores (Michigan) wurde geschlossen. Ebenso wurde das Werk in Manila (Philippinen) stillgelegt und die Produktion der betroffenen Produktgruppen in das im Januar 2018 eröffnete Werk in Pinghu (China) verlagert. Zur weiteren Konsolidierung des Werksverbunds wird der Konzern im laufenden Jahr auch das brasilianische Werk in Itatiba schließen.

Des weiteren habe man die konzerneigenen Logistikgesellschaften in eine Produktionsgesellschaft in Europa und eine Vertriebsgesellschaft in den USA integriert. Außerdem wurde der globale Einkauf als Hybridorganisation aufgestellt. Dadurch gelang es, so das Unternehmen weiter, Entscheidungswege zu verkürzen, die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen und gleichzeitig die Nutzung von Synergien sicherzustellen.

Beim Ausbau des Händlernetzwerkes in Nordamerika habe der Konzern wesentliche Fortschritte erzielt. Die Wacker Neuson Group setzt hier strategisch auf exklusive Ankerhändler mit einer Vielzahl von Niederlassungen. Ein weiterer Meilenstein zur beschleunigten Erschließung der wachstumsstarken Märkte in der Region Asien-Pazifik sei die OEM-Kooperation für Mini- und Kompaktbagger mit John Deere, die der Konzern im vergangenen Jahr einging.

Ausblick 2019

Hierzu gab Wacker Neuson bekannt, dass das Wachstum der Weltwirtschaft anhalte, die Dynamik schwäche sich in den letzten Monaten allerdings ab. Risikofaktoren wie der Brexit oder mögliche Handelsbeschränkungen würden die Unsicherheit erhöhen. Gleichzeitig ist der Trend hin zu kompakten Maschinen für die Bau- und Landwirtschaft ungebrochen und globale Megatrends wie die Urbanisierung unterstützen das Geschäft der Wacker Neuson Group nachhaltig.

Zu Beginn des Jahres 2019 hätten sich die wichtigsten Zielmärkte des Konzerns intakt gezeigt, die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Der Vorstand der Wacker Neuson SE geht davon aus, das profitable Wachstum des Konzerns im Geschäftsjahr 2019 fortsetzen zu können. Martin Lehner (Vorstandsvorsitzender) erklärte: „Für das Jahr 2019 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum von vier bis acht Prozent auf 1.775 bis 1.850 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erwarten wir in einer Spanne von 9,5 bis 10,2 Prozent.“

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