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LTU 2017

Worst Case „Maschinendiebstahl“ vermeiden

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
12.01.2017

Die Landtechnikfachbetriebe sind nicht selten Opfer von Diebstählen. Um diesem Trend Einhalt zu gebieten, können vorbeugende Maßnahmen getroffen werden, die am ersten Tag der LTU 2017 erläutert wurden.

LTU 2017 Symbol Einbruch

Viele haben es schon erleben müssen: Man betritt morgens das Betriebsgelände und stellt fest, drei Traktoren sind weg – über Nacht. Das kann mit Fug und Recht als „Worst Case“ bezeichnet werden. Günter Donhauser (geschäftsführender Gesellschafter der D.O.B. Landtechnik GmbH) und Albert Reith (Geschäftsführer Reith Landtechnik GmbH & Co. KG) waren schon Opfer von solchen kriminellen Machenschaften. Zusammen mit Michael Busch (Risk Manager, HDI Risk Consulting GmbH) diskutierten sie auf den LTU über ihre Erfahrungen. Michael Busch hat aus Sicht der Versicherer hilfreiche Tipps zur Vorbeugung gegeben.

Die meisten Täter seien organisierte professionelle Banden, die bei den Diebstählen exakt und überlegt vorgehen. Dabei seien sie meist technisch sehr versiert, so Michael Busch. Deshalb gälte es, das Betriebsgelände so sicher wie möglich zu machen. Die Grundvoraussetzungen seien zunächst einmal eine ausreichende Umzäunung des Geländes, eine elektronische Sicherung, Videoüberwachung, Bewegungsmelder, Nebelsprühanlagen und ähnliches.

Sicherheitsvorkehrungen seien also das A und O um solche Fälle zu vermeiden. Tritt ein Diebstahl dennoch ein, so entstehe laut Michael Busch ja nicht nur ein materieller und finanzieller Schaden, auch die Psyche der Betroffenen könne darunter nachhaltig leiden.  

Marco Ehmann

In einem dazu passenden Vortrag erläuterte Marco Ehmann (Multi-Risk Manager Deutschland, HDI Global SE), einige Präventionsmaßnahmen und referierte über den passenden Versicherungsschutz für Landmaschinenhändler.

Dabei zähle stets das Motto „Sichern geht vor Versichern“. Was nichts weiter heißen soll, als dass das Unternehmen alle Anstrengungen für die Sicherheitsvorkehrungen treffen müsse.

Bei Diebstählen werden dabei nicht immer ein kompletter Traktor oder Maschine entwendet, noch viel häufiger trete aktuell das Thema Teilediebstahl auf, so Marco Ehmann weiter. Prominente Ziele seien beispielsweise hochpreisige GPS-Systeme in den Fahrzeugen. Auch Kleingeräte wie Motorsägen oder ähnliches gelte es im Inneren des Verkaufsgebäudes gegen unerlaubte Mitnahme abzusichern.

Ergänzend zum Thema Diebstahl ging Marco Ehmann auch noch auf das Stichwort „Cyberkriminalität“ ein. Diese rücke in der heutigen Zeit immer mehr in den Fokus. Keiner könne zum aktuellen Zeitpunkt die künftigen Ausmaße des „Datendiebstahls“ absehen. Übrigens könne man sich auch in diesem Bereich – gegen Erpressung – versichern. 

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