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Geschäftsentwicklung

ZG Raiffeisen-Gruppe zieht gemischtes Fazit ihrer Jahres-Bilanz

ZG Raiffeisen Fahnen
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
12.07.2019

Die Dürre des vergangenen Jahres hat sich mehrfach negativ auf die Geschäftszahlen 2018 der ZG Raiffeisen-Gruppe ausgewirkt. Der Geschäftsbereich Technik hat sich unterdessen positiv entwickelt.

Dr. Ewald Glaser

Zwar konnte die ZG Raiffeisen-Gruppe ihren Umsatz mit 1,1 Milliarden Euro stabil halten. Das Ergebnis vor Steuern lag jedoch mit 6,6 Millionen Euro unter den Erwartungen. Auf insgesamt sieben Millionen Euro beziffert der Vorstandsvorsitzende Dr. Ewald Glaser die negativen Sondereinflüsse, von denen ein Großteil auf die witterungsbedingten Einbußen entfällt. Auch die zum Teil deutlichen Zuwächse in einigen Geschäftsbereichen konnten diese Summe nicht kompensieren.

Im Geschäftsbereich Technik sind die Beteiligungsunternehmen ZG Raiffeisen Technik, Agrom Riedhausen, Agrom Schutterzell, Agrom Billigheim, Abendschein, SDF Geisingen, Lely Melkroboter, ZG Raiffeisen Technik Romania in Rumänien und Techniques Agricoles im Elsass zusammengefasst. Mit 532 Mitarbeitern, davon 90 Auszubildenden, an 45 Standorten konnte ein konsolidierter Umsatz von 167,2 Millionen Euro erzielt werden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 5,1 Prozent. Damit einher ging eine deutliche Verbesserung der Ertragslage. Von den 90 Auszubildenden sind wiederum 78 Mechatroniker und zwölf kaufmännische Auszubildende. "Wir sind damit in Baden-Württemberg der größte Ausbilder für Land- und Baumaschinenmechatroniker. Mit dieser hohen Ausbildungsquote sichern wir uns zum einen den Nachwuchs und schaffen zum anderen die personelle Voraussetzung für das weiter geplante Wachstum", sagt Dr. Ewald Glaser und erläutert weiter: „Mit 24,4 Prozent Marktanteil in Baden waren wir wiederum einer der erfolgreichsten Fendt-Händler in Deutschland. Unsere Strategiepyramide für den Geschäftsbereich Technik besteht aus vier Bausteinen: 1.) Marktführerschaft in den von uns bearbeiteten Gebieten, verbunden mit einem 2.) profitablen Wachstum, was wiederum nur möglich ist, wenn 3.) eine verlässliche Organisation besteht und wir 4.) als Top-Arbeitgeber hervorragendes Personal halten und rekrutieren können. Unsere Markenpolitik im Schlepperbereich ist seit Januar 2019 voll auf die Agco-Gruppe ausgerichtet: Wir vertreiben seit Beginn des Jahres ausschließlich die Marken Fendt, Valtra und Massey-Ferguson.“ 

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2019 ist der Umsatz der ZG Raiffeisen-Gruppe gegenüber dem Vorjahr kräftig um 13,1 Prozent auf 482 Millionen Euro gestiegen. Der Witterungsverlauf kann bisher als optimal bezeichnet werden. Dr. Ewald Glaser: „Die Kulturen präsentieren sich mit Ausnahme des Rapses in einem guten Zustand, so dass wir bei Raps von einer unterdurchschnittlichen und Getreide und Mais von einer guten Durchschnittsernte ausgehen. Der Rohertrag der Gruppe liegt in den ersten fünf Monaten mit 68,5 Millionen Euro 0,6 Prozent über dem Vorjahr. Bei den Kosten ist hingegen ein Rückgang von 0,3 Prozent zu verzeichnen, so dass sich in Summe ein Jahresüberschuss in Höhe von 2,2 Millionen Euro ergibt, der mit einer Millionen Euro über dem Vorjahr liegt. Wir gehen deshalb davon aus, dass der Jahresüberschuss Ende des Jahres deutlich über dem Vorjahr liegen wird.

Folgende Investitionsschwerpunkte haben wir uns für 2019 vorgenommen: Fertigstellung der Werkstatt Neufrach, Fertigstellung der Siloanlage Dittwarer Bahnhof, Fertigstellung der Schiffsverladung Karlsruhe, Neubau des Düngerlagers Hockenheim, Neubau der Werkstatt Rauenberg, Neubau der Werkstatt Meisenheim als Ersatz für den gemieteten Standort Schutterzell, Modernisierung des Standortes Achern, Gewächshausanbau beim ZG Raiffeisen Markt Wilferdingen, Beginn des Neubaus eines ZG Raiffeisen Marktes in Stockach.“

 

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