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Leitbild und Idee

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Julia Seitz, Agrartechnik
am
10.09.2018

Mit dem Wettbewerb des AGRARTECHNIK Service Award wollen wir Landmaschinen-Fachbetriebe motivieren, ihr Service-Konzept zu prüfen und zu verbessern.

Die Idee

Leistungsfähiger Service wird in der Landtechnik immer stärker zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Landmaschinen-Fachbetriebe als entscheidende Schnittstelle zwischen Industrie und Endkunden.
 
Mit dem Wettbewerb des AGRARTECHNIK Service Award sollen diese Fachbetriebe angespornt werden, ihr Service-Konzept auf den Prüfstand einer Hersteller-unabhängigen Jury zu stellen.
 
Eine rund 400 Fragen umfassende Checkliste zu allen Teilen des Unternehmens dient als Leitfaden einer umfangreichen Analyse. Sie wird von den Teilnehmern selbst vorgenommen und umfassend dokumentiert. Alle Unterlagen werden von einer Jury ausgewertet und die besten Teilnehmer eines Jahrgangs ausgezeichnet.
 
Gewonnen hat letztlich aber jeder Teilnehmer: Wer diese Chance zur Analyse nutzt, hat eine gute Basis zur Weiterentwicklung des Betriebes. Wichtig dabei: Guter Service ist mehr als der klassische technische Kundendienst und erstreckt sich auf alle Bereiche eines Fachbetriebs. Deshalb gehören zu den Kapiteln der Fragenliste nicht nur Werkstatt und Ersatzteillager, sondern auch die Kundenbetreuung, Service-Angebote sowie die Vertriebsaktivitäten. Marketing, betriebswirtschaftliche Aspekte und die EDV sind ebenso von Belang wie die Außendarstellung des Fachbetriebs und die Mitarbeiter.
 
Der AGRARTECHNIK Service Award gibt somit wichtige Impulse in die Branche und ist gleichzeitig der einzige Hersteller-unabhängige Maßstab zur Beurteilung der Serviceleistung von Landmaschinen-Fachbetrieben. Dies gilt übrigens auch über die deutschen Grenzen hinaus, da regelmäßig Fachbetriebe aus zahlreichen europäischen Ländern am Wettbewerb teilnehmen.

Die Historie

Der Entschluss zum Start eines Wettbewerbs namens Service Award fiel Anfang 2001. In einer Arbeitsgruppe, bestehend aus der Redaktion AGRARTECHNIK, dem Handels- und Handwerksverband H.A.G. sowie Fachhändlern und Herstellern entstand das Bewerbungs- und Auswertungskonzept, das im Kern bis heute Bestand hat.
 
Die Kriterien und Inhalte des Fragenkatalogs, auf dessen Basis sich die Fachbetriebe bewerben können, werden im Laufe der Jahre kontinuierlich den aktuellen Marktanforderungen angepasst.
 
Der erste Service Award der Redaktion AGRARTECHNIK wurde im November 2001 während der Agritechnica verliehen. Schon im ersten Anlauf hatten mehrere Dutzend Fachbetriebe teilgenommen – ein großer Erfolg für ein in dieser Branche so neues Projekt.
 
Kurz darauf konnte die Vereinbarung mit der Shell Deutschland Schmierstoff GmbH als Sponsor und Partner des Award getroffen werden, der seitdem bis einschließlich des Award 2011 den Namen Shell Service-Award der AGRARTECHNIK trug.
 
Im Laufe der Jahre wuchs die Zahl der Teilnehmer kontinuierlich. Zum Award 2006 (Kalenderjahr 2005) konnten die ersten Nationensieger Österreich und Schweiz an die Firmen Roher in Wieselburg beziehungsweise Studer in Lyssach überreicht werden. Später folgten auch die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Ungarn und Rumänien. Damit hat der Service-Award eine europäische Dimension erhalten. Die Gesamt-Teilnehmerzahl liegt im Schnitt bei über 120 Fachbetrieben.
 
Das Jahr 2011 brachte eine Zäsur für den Service-Award: der Wechsel des Sponsorings von Shell zum Finanzdienstleister „De Lage Landen“ (DLL). Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der niederländischen Rabo-Bank-Gruppe. Damit einher ging der Namenswechsel des Wettbewerbs, der seitdem „AGRARTECHNIK Service Award“ heisst.
 
Am Procedere des Wettbewerbs an sich hat sich jedoch nichts geändert, er liegt weiterhin in ausschließlicher Regie der Redaktion und der Jury.

Die Jury

Die Award-Jury ist ein eingespieltes Team: 

Franz-Josef Borgmann

(Ehrenpräsident des Handels- und Handwerks-Bundesverbandes LandBauTechnik e.V.)

Franz-Josef Borgmann war selbst über 40 Jahre lang Inhaber eines Landmaschinen-Fachbetriebs, ist als vereidigter Sachverständiger tätig und engagiert sich seit mehr einem halben Jahrhundert ehrenamtlich auf allen Ebenen des Landmaschinenmechanikerhandwerks. So leitete er als Präsident über 20 Jahre die Geschicke des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und stand zehn Jahre an der Spitze des Bundesverbandes. Damit vereint er ein Fachwissen rund um Branche und Fachbetriebe in sich, das seinesgleichen sucht.

Johannes Hädicke, Redaktion AGRARTECHNIK 

Frederik Masur, Redaktion AGRARTECHNIK

Johannes Hädicke ist Agraringenieur und betreut schon seit einigen Jahren den MOTORGERÄTE Service Award; Frederik Masur ist gelernter Landmaschinenmechaniker und hat Landwirtschaft studiert.

 

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