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Zusammenschluss der Wirtgen Group mit Deere & Company

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Julia Seitz, Agrartechnik
am
01.06.2017

Die Wirtgen Group hat dem Verkauf der Unternehmensgruppe an Deere & Company zugestimmt. Der international tätige, inhabergeführte Unternehmensverbund der Baumaschinenindustrie umfasst die traditionsreichen Marken Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann und Benninghoven.

John Deere Wirtgen

Der US-Landwirtschafts- und Baumaschinenhersteller Deere will für mehrere Milliarden Euro den Straßenbauspezialisten Wirtgen übernehmen. Deere - vor allem bekannt für seine Marke John Deere und die dazugehörigen Trecker und Mähdrescher - legt für das privat geführte Unternehmen über 4,5 Milliarden Euro in bar auf den Tisch, wie der Konzern am Donnerstag am US-Sitz in Moline  mitteilte. Wirtgen ist den Angaben zufolge der Marktführer bei Straßenbaufahrzeugen und -Maschinen und machte im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Der deutsche Hauptsitz ist in Windhagenin Rheinland-Pfalz. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 8 000 Mitarbeiter und betreibt fünf Stammwerke in Deutschland.

Die Arbeitsplätze sollen laut Deere erhalten bleiben. Den Abschluss des Kaufs erwarten die Unternehmen im ersten Geschäftsquartal 2018 (November bis Januar 2018). Dafür brauchen sie die Zustimmung mehrerer Behörden.

„Die Wirtgen Group steht weltweit für führende, innovative Technologien, marktführende Produkte und eine konsequente Fokussierung auf Ihre Kunden“, erläutert Stefan Wirtgen, geschäftsführender Gesellschafter der Wirtgen Group. „Was die Zukunft betrifft, haben wir John Deere ganz gezielt ausgewählt, weil das Unternehmen am langfristigen Erfolg der Wirtgen Group interessiert ist und sich weltweit für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzt.“

Jürgen Wirtgen, geschäftsführender Gesellschafter der Wirtgen Group, ergänzt: „Die Stärke und der Erfolg unseres Unternehmens beruhen auf dem Engagement unserer Mitarbeiter, die sich voll darauf konzentrieren, Lösungen zu schaffen, die unsere Kunden in den Geschäftsfeldern Road und Mineral Technologies zum Erfolg führen. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Wirtgen Group durch den Zusammenschluss mit John Deere ihren Erfolgskurs auch in Zukunft fortsetzen wird – unabhängig von einer einzigen Eigentümerfamilie und über unser eigenes Wirken hinaus.“

John Deere plant, die bestehenden Marken, das Management, die Produktionsstandorte, die Mitarbeiter sowie das Vertriebs- und Servicenetz der Wirtgen Group zu erhalten. Beide Unternehmen werden durch den Erfahrungsaustausch unter anderem in den Bereichen Vertrieb, Produktion und Technologie sowohl von der Größe als auch der Effizienz der Arbeitsabläufe profitieren. Die Wirtgen Group deckt mit ihren fünf Premiummarken den gesamten Prozesskreislauf im Straßenbau ab – Aufbereiten, Mischen, Einbauen, Verdichten und wieder Sanieren. Weltweit beschäftigt die Wirtgen Group mehr als 8 000 Mitarbeiter und vertreibt ihre Produkte in mehr als 100 Ländern. „Die einzigartige Marktposition, die langjährigen Kundenbeziehungen sowie die hohe Wertschöpfung machen die Wirtgen Group für John Deere besonders interessant. Gerade vor der strategischen Zielsetzung, dass Deere seine Position im Geschäftsbereich Construction & Forestry ausbaut. Denn durch die Akquisition der Wirtgen Group erreichen wir mehr Kunden, Märkte und Regionen“, so Samuel R. Allen, Chairman und CEO von Deere & Company. Max Guinn, President des Geschäftsbereichs Construction & Forestry bei John Deere, erläutert: „Die Wirtgen Group stärkt unsere Position in der Baumaschinenbranche, steigert unsere Fähigkeit, Kunden auf der ganzen Welt zu betreuen und verbessert unsere Wettbewerbsposition durch die Ergänzung unseres Angebotes um marktführende Produkte.“ Laut Guinn sind die Ausgaben für Projekte in den Bereichen Straßenbau und Verkehr schneller gewachsen als die Baubranche insgesamt und tendenziell weniger zyklisch. Ergänzend fügt er hinzu, dass sich weltweit ein Bewusstsein dafür entwickelt hat, dass den Verbesserungen in die Infrastruktur Priorität eingeräumt werden muss und in diesem Zusammenhang vor allem der Neubau sowie die Instandsetzung von Straßen und Autobahnen entscheidend sind. Die Transaktion unterliegt der Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden in mehreren Ländern. Die Unternehmen rechnen damit, die Transaktion im vierten Quartal des Kalenderjahrs 2017 abzuschließen

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