Marktanalyse Düngemittel: P-Dünger deutlich teurer, Harnstoff wieder billiger

Erschienen im Agrarmanager

Bild auf Agrarheute.com © agrarfoto.com Bild vergrößern
von , am

Die Preise für Mineraldünger haben sich am Weltmarkt uneinheitlich entwickelt. Während die Preise für Phosphordünger kräftig gestiegen sind, scheint die Preisspitze bei Stickstoffdüngern überschritten zu sein.

Die Preiserwartungen bei Harnstoff zeigen für den März wieder leicht und für die nachfolgenden Monate relativ deutlich nach unten, berichtet Dr. Olaf Zinke, Markteperte beim agrarmanager.

Bei Phosphordüngern erwartet man an den internationalen Handelsplätzen im März unverändert hohe oder nochmals etwas höhere Preise. Erst ab April und vor allem ab Mai zeigen Kontraktpreise für P-Dünger dann ebenfalls nach unten. Relativ stabil waren die internationalen Preise im Februar für Kalidünger.

An den wichtigsten deutschen Handelsplätzen verlief die Entwicklung der Spotmarktpreise ähnlich wie an den internationalen Märkten. Für die Europäer verteuert jedoch der schwache Euro die am Weltmarkt in US-Dollar gehandelten Mineraldünger.

N-Düngerpreise auf dem deutschen Markt

An den deutschen Spotmärkten sind die Harnstoffpreise noch in der zweiten Februarhälfte ebenfalls gestiegen. Anfang März ging es dann jedoch mit den nachgebenden Weltmarkpreisen ebenfalls wieder nach unten, etwa auf das Niveau von Februar.

Anfang März kostete granulierter Harnstoff an den deutschen Importhäfen etwa 305 Euro je t und damit etwa so viel wie Mitte Februar, als die Preise ebenfalls bei 305 Euro lagen.

Die Spotmarktpreise für Kalkammonsalpter (KAS) sind an den deutschen  Importhäfen im Januar deutlich und im Februar nochmals leicht gestiegen und bewegen sich seit dem seitwärts. Anfang März lagen die Preisforderungen etwa bei 222 Euro je t.

Kräftiger Preissprung bei P-Dünger

An den deutschen Spotmärkten wurde Diammonium-Phosphat (DAP) Anfang März für rund 410 Euro je t verladen und damit 50 Euro teurer als Mitte Februar (360 Euro). Im Januar wurde DAP in Deutschland für 370 Euro angeboten und im Dezember für 350 Euro.

Kalipreise bislang kaum verändert

Kalidünger (Kornkali) kostete an den deutschen Importhäfen Anfang März etwas mehr als 230 Euro/t und damit ähnlich viel  Mitte Februar (230 Euro) und geringfügig mehr wie im Januar (228 Euro). Im Vergleich zum vorigen Jahr (269 Euro) sind die aktuellen Kali-Preise in Deutschland allerdings 37 Euro niedriger.

Wie sich der internationale Düngermarkt entwickelt und wie die Preise im Vergleich zu der letzten Saison liegen, erfahren Sie im Marktbereich des agrarmanager.