Ernte-Analyse Gerstenernte: Enttäuschende Erträge, gute Qualitäten

Gerste wird gedroschen © agrarfoto Bild vergrößern
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Trotz zeitweiligem Regen läuft die Ernte in allen Regionen. Während die Gerste großflächig geräumt ist, drischt man in Thüringen schon Raps und im Saarland Weizen.

Die Ernte läuft nun nahezu in allen Regionen Deutschlands. Dabei wurden Anfang der Woche durch Regen die Mähdrescher zur Pause gezwungen. Dennoch ist vor allem im Süden und Westen die Gerstenernte schon weit vorangeschritten und erster Raps ist ebenfalls bereits gedroschen worden.

Durchschnittlicher Gerstenertrag in Westdeutschland

Im Westen Deutschlands wurde bislang Wintergerste mit durchschnittlichen Ergebnissen gedroschen. Dabei schwanken die Erträge je nach Bodenart deutlich zwischen 70 bis 100 dt/ha. Die Hektolitergewichte sind mit 64 bis 68 kg/hl ausreichend, es werden aber auch schwache Ergebnisse von nur 60 kg/hl gemeldet.

Die ersten Futtergerstenerträge zeigen einen eindeutigen Trend zur Unterdurchschnittlichkeit. Bislang wurden 40 bis 70 dt/ha gedroschen, was nicht einmal die Hälfte der sonst üblichen Mengen wäre. Allerdings sind die Proteingehalte sehr hoch und auch die Hektolitergewichte liegen mit 63 bis 73 kg/hl im guten Durchschnitt.

Im Saarland wurde auf den sehr frühen Lagen bereits Weizen gedroschen. Hier berichten Landwirte und Handelsunternehmen von schwachen Erträgen, aber mit guten Qualitäten.

Landwirte in Niedersachsen unzufrieden mit Wintergerstenernte

Demgegenüber sind die Landwirte in Niedersachsen mit der Wintergerstenernte unzufrieden. Zum einen ist der Drusch mit 20 bis 25 % der Flächen noch nicht sehr weit fortgeschritten, zum anderen bleiben die Erträge mit 80 bis 90 dt/ha auf guten Böden und 60 bis 70 dt/ha auf leichten Standorten unter dem üblichen Maß.

Auch die Hektolitergewichte schwanken stark. Teils werden nicht einmal 50 kg/hl erreicht, aber zumeist mindestens 60 kg/hl. Die Weizenernte hat dort noch nicht angefangen. Es zeigen sich schon jetzt sehr unterschiedlichen Reifegrade je nach Bodengüte.

Hier finden Sie die vollständige Ernte-Analyse der AMI.


Mit Material von AMI

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