Analyse Maispreise klettern auf 9-Monatshoch

Erschienen im Agrarmanager

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Die europäischen Maispreise kletterten zum Beginn dieser Woche am Terminmarkt auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Allerdings summiert sich der Preisanstieg für den Februar lediglich auf 3,50 Euro.

Zudem pendelten die Preise im Januar in einer sehr engen Spanne ohne eindeutige Tendenz nach oben oder nach unten. Geht man bis Anfang Dezember zurück beträgt der Preisanstieg bis Februar jedoch rund 10 Euro und fällt damit schon weitaus deutlicher aus. Im längerfristigen Vergleich erreichten die vorderen Maispreise zum Beginn dieser Woche mit 173,50 Euro sogar den höchsten Stand seit Juni 2016, berichtet der Marktexperte Dr. Olaf Zinke im agrarmanager.

Einfluss aus Südamerika, China und USA

  • Moderate Unterstützung erhielten die Maispreise zuletzt aus Brasilien. Dort erwartet man zwar eine Rekordernte (wie in Argentinien), die witterungsbedingt (Regen) sehr langsame Sojaernte verzögert jedoch die Aussaat des nach Soja als Zweitfrucht gepflanzten Safrina-Mais.
  • In den USA hatte dies die Preise zuletzt ebenso gestützt wie die im Januar gemeldeten Überflutungen in Argentinien, die dem Mais dort offenbar jedoch nicht allzu viel anhaben konnten.
  • Das USDA hat die vom Markt zuletzt durchaus erwartete Korrektur der argentinischen Maisernte nach unten ebenso wenig vorgenommen wie die Getreidebörse in Buenos Aires.
  • Dafür wirkte der vom USDA deutlich nach oben korrigierte Maisverbrauch in China sowie der damit verbundene Abbau der rekordhohen chinesischen Maisbestände stützend auf die internationalen Maispreise.

Deutsche Maispreise moderat gestiegen

Am deutschen Kassamarkt sind die Maispreise im Februar ebenfalls moderat gestiegen. Zum Beginn der aktuellen Woche (13.02) wurden ab südwestdeutscher Station Maispreise von 166 bis 168 Euro notiert. Eine Woche zuvor lagen die Preise bei 165 bis 167 Euro und damit 1 bis 2 Euro niedriger. Mitte Dezember hatte man ab südwestdeutscher Station Maispreise von 161 bis 163 Euro gemeldet.

Fob-Oberrhein notierte man in dieser Woche (13.02) Maispreise zwischen 176 und 177 Euro. Das waren 2 Euro niedrigere Preise als vor einer Woche (175 bis 176). Mitte Dezember hatte man fob-Oberrhein Maispreise von 174 bis 175 Euro notiert.

Franko Niederrhein lagen die Preismeldungen Ende der vorigen Woche bei 174 Euro.

Maisimporte bisher deutlich unter Vorjahr

Bis zum 07. Februar haben die Europäer etwa 6,5 Mio. t Mais importiert, im Vergleich zu 8,4 Mio. t im vorigen Jahr und 5,2 Mio. t vor zwei Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückstand von 1,9 Mi.t bzw. 23 %.

Größter Einzelimporteur war bisher Spanien mit 1.900.735 t, gefolgt von den Niederlanden 1.506.034 t, Italien mit 1.015.422 t und Portugal mit 821.897 t. Weitere 362.228 t gingen ins Vereinigte Königreich und 239.902 t nach Irland. Deutschland hat bisher nur 36.228 t Mais aus Drittländern importiert. 

Die europäischen Maisexporte gibt die Kommission bis zum 07. Februar mit 1,67 Mio. t an, nach 1,16 Mio.  t im vorigen Jahr und 1,57 Mio. t vor zwei Jahren. Größter Einzel-Exporteur ist Rumänien mit 1.239.669 t, deutlich vor Frankreich mit 137.571 und Bulgarien  mit 119.831 t.  Auch aus Deutschland wurden 19.258 t Mais exportiert.

 


Stoppelbearbeitung: Zehn Maschinen gegen den Maiszünsler
  • Ihn galt es in Triesdorf zu bekämpfen bzw. den Nährboden zu entziehen: dem Maiszünsler. Dazu wurden beim Praxistag zehn Maschinen und ihre Effizienz bei der Maisstoppelzerkleinerung verglichen.

    © Helmut Süß
  • Die Güttler-Kombination mit Prismenwalze und Nachläufer war beim Arbeitsergebnis ganz in Ordnung.

    © Helmut Süß
  • Dal-Bo hatte als erster Hersteller die Messerwalze im Programm, die sich bestens bewährt hat.

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  • Gutes Ergebnis lieferte der Zünslerschreck mit den verschiedenen Nachlaufgeräten von Knoche.

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  • Die Kombination von Messerwalze mit Scheibeneggen lieferte eine sehr gute Zerkleinerung der Maisstoppeln und eine ordentliche flache Bodenbearbeitung. Die Kombination wurde von Horsch …

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  • … und von Väderstad getestet.

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  • Die Kreiselegge von Moreni hat zusätzliche Schneidelemente an den Zinken, die für eine gute Zerkleinerung der Stoppeln sorgten.

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  • Die neue Köckerling-Scheibenegge Rebell ist für die Stoppelbearbeitung konzipiert.

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  • Das Wallner-Gerät mit diversen Schneidelementen machte eine gute Arbeit mit wenig Aufwand.

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  • Der DynaDrive arbeitet mit bodenangetriebenen Zinken für eine flache Bodenbearbeitung.

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  • Mulcher, wie hier von Dücker, sind in der Praxis weitverbreitet und haben sich auch bei Maisstoppeln bewährt.

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