Analyse Produktion von Biomilch: Bayern bleibt Spitzenreiter

Erschienen im Agrarmanager

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Die Produktion von Biomilch steigt in Deutschland immer weiter. Im Februar 2017 lag die angelieferte Milchmeng etwa 8,3 Prozent über dem Vorjahr.

Die Anlieferungsmenge von Biomilch war in Deutschland im Februar 2017 rund 8,3 (Prozent) % größer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit erreicht die Biomilch im aktuellen Kalenderjahr einen Marktanteil an der Gesamtanlieferung von knapp 2,74 %, nach knapp 2,35 % im Februar 2016, berichtet dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager.

Produktion wächst im Osten am stärksten

Die im Februar produzierte Menge Biomilch lag bei 69.589 t, im Vergleich zu 63.734 t im vorigen Jahr und 58.835 t vor zwei Jahren. Insgesamt beläuft sich die Mehrproduktion von Biomilch von Januar bis Februar 2017 auf 11.622 t, was einem Plus von 9,3 % entspricht.

Die Hälfte der Biomilch kommt aus Bayern

In den ersten beiden Monaten in diesem Jahr war die Produktion von Biomilch nur in Hessen/Rheinland-Pfalz (-2,5 %) rückläufig. In den übrigen Ländern hat die Produktion zugenommen, ganz besonders in einigen Ostdeutschen Ländern sowie in Bayern und Niedersachsen. 

In Ostdeutschland lag der Produktionszuwachs bei 17,5 %, im Vergleich zu einem Plus von 8,6 % im alten Bundesgebiet.

  • Bayern kommt auf ein Plus von 12,2 %
  • Niedersachsen auf 8,5 % und
  • Baden-Württemberg auf 6,4 %.

Gut die Hälfte der insgesamt in Deutschland erzeugten Biomilch wurden in Bayern (51 %) angeliefert, etwa 15 % in Baden-Württemberg, knapp 8,0 % in Hessen/Rheinland-Pfalz und 6,4 % in Niedersachsen.

Brandenburg bleibt Hochburg der Öko-Milcherzeugung

Die Hochburg der ostdeutschen Öko-Milcherzeugung ist weiterhin Brandenburg, mit etwas mehr als der Hälfte (52 %) der insgesamt in Ostdeutschland erzeugten Biomilch. Mit deutlichem Abstand folgen dann Mecklenburg-Vorpommern (21 %) und Sachsen-Anhalt (18 %). Bezogen auf Gesamtdeutschland, wurden in Brandenburg im Januar 4,6 % der gesamten deutschen Biomilch erzeugt.


Landwirtschaft XXL: Besuch auf einem Milchviehbetrieb in Iowa
  • Katrin Fischer reiste als Vertreterin deutscher Junglandwirte in die USA zum Transatlantic Dialogue. Eine der Stationen war ein Milchviehbetrieb in Iowa, der 2014 aus dem Nichts entstanden ist. 4.500 kleine Jersey-Kühe werden dort gehalten und gemolken.

    © Katrin Fischer
  • Alles ist ein bisschen größer als in Deutschland: Zwei Doppel-30er-Side-by-Side-Melkstände stehen nebeneinander. Je drei Melker sind darin beschäftigt. Außer bei Katrin Fischers Besuch, da stehen weitere 3 Kontrolleure wegen der Milchprüfung, mit im Melkstand. Von da aus geht es in die Milchkammer.

    © Katrin Fischer
  • Milchkammer kann man jedoch nicht wirklich sagen - es gibt keinen Milchtank! Die Milch fließt direkt in die an der Außenwand abgestellten Trucks zum Transport in die Molkerei. Bei Schnee und Eis kann das zum Problem werden: Dann bleiben fünf Stunden, um den Weg frei zu bekommen. Sonst wird's eng mit der Milch.

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  • Weiter geht es durch den Kuhstall, in dem die zu Melkenden stehen. Die Autorin vermisst die Entmistungsanlage für den planbefestigten Boden ...

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  • Und was soll der Schlepper mit Güllefass im Stall? Vacuuming - übersetzt: Staubsaugen. Naja, Staub ist nicht das richtige Wort. Hier läuft das Entmisten so: Wenn die Kühe beim Melken sind, sind die Gänge leer und der Schlepper mit Fass kann in den Stall. Vor dem Güllefass läuft ein Schieber, der die Scheiße zusammenschiebt und das Güllefass saugt die Ansammlung ein.

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  • Auch wenn die Jerseys klein sind – zwischen den drei Melkzeiten sammelt sich da ganz schön viel Kot an. "Und so wundert es mich auch nicht, dass ich im Stall jede Menge Tiere mit Klauenproblemen sehe."

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  • Die aufgesammelte Gülle wird dann in eine Güllelagune gepumpt. Bevor sie aber eingelagert wird, wird zuerst noch der Sand aus den Liegeboxen „aussortiert“. Dazu wird die Gülle mit Wasser verdünnt und ein Radlader schiebt die Gülle mehrfach durch die „Station“.

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  • Alles in allem ist die deutsche Agrarjournalistin und Junglandwirtin ziemlich beeindruckt von den modernen Wakefield Farms. Auch wenn die Menge an Rindern zu viel Gülle führt: Die Luft im Stall ist gut, bestimmt auch im Sommer. Ventilatoren sind ja ausreichend vorhanden und zudem werden bis zu einer Außentemperatur von 25 °C auch noch die Curtains geöffnet.

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  • "But first, let me take a selfie!" Wir danken Katrin Fischer und Hofheld.de ganz herzlich für die tollen Einblicke!

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