Ernteerhebung Weizenmarkt: Preissturz nach aktuellem USDA-Report

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Mit deutlich nachgebenden Preisen bei Weizen, Mais und Sojabohnen reagierte der Terminmarkt in Chicago auf die Daten und Prognosen aus dem neuem USDA-Report.

Am US-Terminmarkt gaben die vorderen Weizenpreise unmittelbar nach Veröffentlichung der Prognose des US-Agrarministeriums um 2,2 Prozent (%) auf 449,4 Cent je Buschel (141 Euro/t) nach. Der vordere Mais ging um 2,6 % auf 376 Cent je Buschel (126 Euro/t) zurück. Soja notierte 2,4 % niedriger bei 943 Cent je Buschel (296 Euro/t).

Im weiteren Handelsverlauf stürzten die Preise für Weizen, Mais und Soja in Chicago noch deutlich stärker ab.

Am europäischen Terminmarkt notierte Raps 3,25 Euro niedriger bei 369,25 Euro. Die vorderen Maispreise gingen um 0,50 Euro auf 165,50 Euro zurück. Für europäischen Weizen blieben die Preise am Donnerstag Abend zunächst relativ unverändert bei 161,50 Euro.

Weizenbestände steigen auf Rekordniveau

Deutlich bärischer als zuvor von Analysten erwartet waren die Daten und Prognosen des USDA zum globalen Weizenmarkt. Zum einen sind die globalen Weizen-Bestände in der neuen Saison 2017/18 - wegen einer kräftigen Korrektur der globalen Ernte und der Bestände nach oben - größer als im vorigen Jahr und befinden sich damit auf Rekordstand.

Analysten hatten zuvor einen relativ deutlichen Rückgang der Vorräte erwartet. Ein Grund für die höheren Bestände ist - neben der um rund 5 Mio. t nach oben korrigierten globalen Weizenernte von 743 Mio. t -, der hinter der Produktion zurückbleibende Verbrauch von knapp 737 Mio. t. Dieser wird durch die erwartete Erntemenge um 6 Mio. t übertroffen.

Hinzu kommen die kräftig nach oben korrigierten Weizenbestände Russlands in Folge einer neuen Rekordernte. Zuvor hatten die US-Analysten einen deutlichen Rückgang der globalen Bestände um knapp 4 Mio. t erwartet.

Weizenernte: EU-Ernte etwas nach unten korrigiert

Für die Europäische Union hat das USDA die neue Weizenernte (Hart- und Weichweizen) auf 149,6 Mio. t geschätzt und damit etwas kleiner vor vier Wochen (150,0 Mio. t) sowie 3,9 Mio. t größer als die schwache Ernte aus dem vorigen Jahr von 145,7 Mio. t.

Die europäischen Exporte werden im neuen Wirtschaftsjahr bei 29,5 Mio. t (Vormonat: 30,0 Mio. t) erwartet und damit 2,5 Mio. t größer als in der vorigen Saison mit 27,0 Mio. t, jedoch deutlich kleiner als die Rekordausfuhren der beiden Jahre davor mit 34,5 Mio. t und 35,5 Mio. t.

Ausführliche Informationen und eine Analyse zum aktuellen USDA-Bericht finden Sie im Marktbereich beim agrarmanager.


Landtechnikindustrie: Diese Unternehmen machen den größten Umsatz
  • Platz 1: John Deere Deere and Company erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 2016 (Ende 31. Oktober) einen Umsatz von 26,644 Mrd. US-Dollar. Die Maschinenumsätze gingen auf 23,387 Mrd. US-Dollar zurück.

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  • Platz 2: Kubota Kubota erzielte 2016 weltweit einen Umsatz von 10,330 Mrd. Euro mit Landtechnik und landet damit auf Platz 2.

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  • Platz 3: CNH Industrial Auf den Konzern CNH Industrial entfiel 2016 ein Umsatz von 10,120 Mrd. US-Dollar - allein mit Landtechnik. Dazu gehören die Marken Case IH, New Holland und Steyr. Mit allen Sparten betrug der Umsatz 24,872 Mrd. US-Dollar.

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  • Platz 4: AGCO Auf dem vierten Platz der größten Landtechnikhersteller weltweit landet AGCO mit seinen Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger. Das US-Unternehmen schloss 2016 mit einem Umsatz von 7,410 Mrd. US-Dollar ab.

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  • Platz 5: Claas Auf Platz 5 landet der deutsche Hersteller Claas mit einem Landtechnik-Umsatz von 3,631 Mrd. Euro im Jahr 2016.

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  • Platz: 6: SDF Group Zur SDF Group zählen die Marken Deutz-Fahr, Same und Lamborghini. Das italienisch-deutsche Unternehmen erzielte 2016 einen Umsatz von 1,366 Mrd. Euro.

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  • Platz 7: Kuhn Wir verlassen die Gruppe der Fullliner und Traktor-Hersteller und kommen zu den Geräteherstellern. Hier spielen sich die Umsatzsummen nicht mehr im Milliarden-, sondern im Millionenbereich ab. Der Umsatz des Elsässer Herstellers Kuhn betrug 2016 853 Mio. Euro.

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  • Platz 8: Krone Mit Landtechnik erzielte Krone 2016 einen Umsatz von 568,6 Mio. Euro und landet damit auf Platz 8. Insgesamt betrug der Firmenumsatz 1,8 Mrd. Euro, da ein großer Teil auf den Trailer-Verkauf entfällt.

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  • Platz 9: Exel Industries Auf Platz 9 kommen die Franzosen von Exel Industries mit ihren Marken Berthoud, Hardi-Evrard, Herriau, Tecnoma und mehr. Seit 2013 gehört auch Holmer zum Konzern. Der Landtechnik-Umsatz betrug 2016 512 Mio. Euro.

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  • Platz 10: Lely 2016 erzielte Lely noch einen Umsatz von 502 Mio. Euro. Mit dem Verkauf der Grünfuttersparte an AGCO dürfte sich das 2017 ändern.

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  • Platz 11: Argo Tractors Mit den Marken McCormick und Landini landet Argo Tractors auf Platz 11. Der Landtechnik-Umsatz betrug 2016 461 Mio. Euro.

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  • Platz 12: Amazone Es geht zurück nach Deutschland: Amazone schafft es mit einem Umsatz von 406 Mio. Euro auf Platz 12.

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  • Platz 13: Lemken Wir bleiben in Deutschland und zwar in Nordrhein-Westfalen mit Lemken: Der Pflug- bzw. inzwischen Gerätespezialist erzielte 2016 einen Umsatz von 325 Mio. Euro.

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  • Platz 14: Pöttinger Die letzten Plätze der Landtechnikhersteller, die mehr als 300 Mio. Euro Umsatz machen, liegen ganz nah beieinander. Pöttinger kann sich mit 301 Mio. Euro Umsatz ganz knapp vor den folgenden zwei Herstellern absetzen.

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  • Platz 15: Horsch Horsch knackt 2016 erstmals die 300-Millionen-Euro-Marke und schafft es damit in die Top 15.

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  • Platz 15: Maschio Gaspardo Horsch teilt sich Platz 15 mit Maschio Gaspardo, die 2016 ebenfalls einen Umsatz von 300 Mio. Euro verbuchen konnten.

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