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Praxistest

Sicher sägen: Moderne Kreissägen im Test

Unsere Kollegen von den Forstzeitschriften testeten fünf moderne Kreissägen verschiedener Hersteller. Hier der Test in Bildern.

von , am
13.09.2017
Kreissägentest
Die alte Wippkreissäge hat inzwischen ausgedient. Um herauszufinden was die neuen Kreissägen so können, stellten wir unsere Forst-Redakteure an die Säge. © H.Höllerl
Kreissäge AMR Vogesenblitz Solomat
AMR Vorgesenblitz Solomat SIT 700: Eine serienmäßige Holzablage vor dem Einwurf erleichtert die Arbeit zu zweit. Der Wippvorgang wird über einen kleinen Hebel an der Vorderseite ausgelöst. Bis zum Ende des Schnittes muss der Hebel gedrückt bleiben. Als Problem stellten sich schon geringe Überlängen beim Ausgangsmaterials raus. Kleine Reststücke verklemmten sich gerne und schossen dann aus der Säge.  © H.Höllerl
AMR Vogesenblitz Solomat Sägeblatt
Das Sägeblatt ist nach dem Wegklappen der Abdeckung gut zugänglich. Wird die Zapfwelle benutzt, schaltet die Abdeckung den E - Antrieb aus. Insgesamt beschreiben die Tester die Säge als sehr praxistauglich. Probleme kann Ausgangsmaterial mit Überlänge bereiten. Preis: 7.680 Euro (netto) für die Kombimaschine mit Zapfwellen- und Elektromotorantrieb. © H.Höllerl
Bindeberger WSFB pro
Bindeberger WSFB pro: Für diese Kreissäge gibt es verschiedene Ausbaustufen.Von manueller Bedienung der Schneidanlage über hydraulische Unterstützung bis hin zu einer sogenannten Zyklussteuerung. Hier wählt man die Anzahl der Schnitte vorher aus. Über einen Pilzschalter wird der Zyklus ausgelöst. In der Zwischenzeit kann man sich um den Nachschub kümmern. Die Längeneinstellung ging bei der Maschine besonders schnell und einfach. © H.Höllerl
Bindeberger WSFB pro
Als Problem stellten sich schmale Stücke heraus, die sich häufig unter dem Längenschlag verklemmten und so den Wippmechanismus blockierten. Das größte Problem stellten jedoch krumme Hölzer da, die am Längenanschlag vorbei rutschten und somit zu lange Scheite produzierten. Allgemein rutschten die Scheite aber sehr gut nach. Die Kombimaschine gibt es ab 7.250 Euro (netto). © H.Höllerl
Growi GHS 700 im Einsatz
Growi GHS 700: Die Maschine überzeugt mit solidem handwerklichen Maschinenbau. Mehr oder weniger nach Kundenwunsch wird die Growi als Standmodell mit Hubösen, Stapleraufnahme oder Fahrwerk ausgeliefert. Die Einlegewanne ist vollkommen geschlossen und läuft kontinuierlich hin und her. An beiden Endpunkten kann jeweils eine Pause eingestellt werden. Ein Niederhalter verhindert, dass das Holz beim Einlegen direkt auf das Sägeblatt schlägt. © H.Höllerl
Growi GHS 700 Holzzufuhr
Insgesamt überzeugt die Kreissäge mit ihrem soliden Aufbau und einer nahezu störungsfreien Funktion. Der Nachrutsch ist zuverlässig und der Längenanschlag funktioniert gut. Empfehlenswert ist lediglich eine Späneabsaugung, da die Growi die Späne in  Richtung des Bedieners auswirft. Preis: 12.200 Euro (netto) als Kombimaschine. © H.Höllerl
Lancman SAF X-Cut
Lancman SAF X-Cut: Der Slowene wird in Deutschland über Feige Forsttechnik vertrieben. Im Test war sie die aus steuerungstechnischer Sicht einfachste Maschine. Die Wippe ist hier noch manuell zu betätigen, was nicht heißt, dass man des wegen langsam ist. Auf dauer ist das aber natürlich ansträngender. Eine weitere praktische Funktion ist das hydraulisch schwenkbare Förderband. © H.Höllerl
Hubtisch für Kreissäge
Gegen einen Aufpreis von 1.350 Euro kann ein Hubtisch mitgeliefert werden, der an den Ölkreislauf der Säge angeschlossen wird. Da er keinen eigenen Ölkreislauf hat, muss zur Höhenverstellung das Förderband kurz ausgeschaltet werden. Für das Nachrutschen des Holzes hat der Hersteller extra Metallrollen im Einwurfschacht verbaut. Diese überzeugten unsere Tester allerdings nicht ganz. Das Auswurfrohr für Sägespäne ist zu kurz gehalten. Beim hineingreifen kann man an das Sägeblatt kommen. Wer auf Preis/Leistung wert legt ist mit dieser Säge richtig aufgehoben. Sie kostet 7.010 Euro (netto) in der Kombiausführung. © H.Höllerl
Posch Smartcut Kreissäge
Posch SmartCut Sensitiv: Der Einwurfschacht ist sehr großzügig gestaltet und der Niederhalter ist mit einem Leitblech verkleidet, der das Holz zusätzlich in die richtige Position lenkt. Mit etwas Übung kann man so einen Meterscheit im laufenden Betrieb über den bereits in Arbeit befindlichen Scheit schieben. Die Meterscheite rutschten sehr gut nach. Für einen Aufpreis von 2.300 Euro gibt es die Säge mit Senso-Start Elektronik. Ein Ultraschall erkennt dann das Holz im Einwurfschacht und hört mit dem schneiden auf, sobald des Holz weg ist. © H.Höllerl
Posch Smartcut Sägeblatt
Ohne Senso-Start Elektronik ist die Zahl der Hübe fix auf 24 pro Minute eingestellt. Die Geschwindigkeit des Förderbandes kann ebenfalls nicht geändert werde. Dies ist vor allem schade, weil das Förderband nicht schwenkbar ist und sich so auch nicht die Wurfweite verändern lässt. Im Gesamtbild machte die Posch aber einen sehr guten Eindruck auf unsere Tester. Mit 12.700 Euro (netto) für die Kombiversion ist sie allerdings auch nicht ganz billig. © H.Höllerl
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