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Agrarpolitik

Brüssel stellt Rindfleischkennzeichnung auf den Prüfstand

von , am
19.05.2014

Die Europäische Kommission plant eine Überprüfung der Rindfleischkennzeichnung.

Dazu hat sie einen Aufruf für externes Fachwissen gestartet. Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, sucht sie Experten, die die Wirksamkeit, Effizienz und Relevanz der Kennzeichnung von Rindfleisch und Rindfleischprodukten untersuchen. Im Zuge der Krise um die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) gilt seit dem Jahr 2000 eine verschärfte Etikettierungspflicht.

Erforderlich sind insbesondere eine Kennnummer, um das Fleisch zum Tier beziehungsweise zu der Gruppe von Tieren zurückverfolgen zu können, sowie Angaben zum Land der Schlachtung und Zerlegung. Seit dem 1.2.2002 müssen die Erzeuger außerdem das Geburtsland des Tieres sowie das Mast-/Aufzuchtland angeben.

Für Rinderhackfleisch gilt abweichend davon die Pflicht, neben einer Referenznummer das Land der Schlachtung und der Herstellung anzugeben. Falls das Tier in einem anderen Land geboren und/oder gemästet wurde, ist dies über einen Verweis auf die Herkunft deutlich zu machen.

Darüber hinaus darf die Kennzeichnung sowohl von Rindfleisch als auch von Hackfleisch um freiwillige Elemente ergänzt werden. Die Regeln für fakultative Angaben wurden gerade vereinfacht. Die Kommission will nun herausfinden, welche Markteffekte die verpflichtenden und freiwilligen Teile der Rindfleischkennzeichnung verursacht haben. Gleichzeitig sollen die Verbrauchereinstellungen untersucht werden. © Text: AgE / Foto: Losevsky (Fotolia)
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