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Agrarpolitik

Grünes Licht für elektronische Rinderkennzeichnung

von , am
24.04.2014

Der Weg für eine einheitliche EU-Rahmenregelung zur elektronischen Rinderkennzeichnung sowie für die Vereinfachung freiwilliger Kennzeichnungselemente von Rindfleisch ist frei.

Das Europaparlament nahm Anfang April die entsprechenden Vorlagen der französischen Berichterstatterin Sophie Auconie an.

Rinder werden bereits in mehreren EU-Mitgliedstaaten zu privaten Betriebsführungszwecken elektronisch erfasst. Die neuen EU-Regeln sind darauf ausgelegt, einen Wildwuchs der Systeme zu verhindern.

Künftig sollen Rinder entweder nach den bestehenden Vorschriften mit 2 herkömmlichen Ohrmarken oder alternativ mit einer konventionellen Ohrmarke und einem von der EU zugelassenen Mikrochip ausgestattet werden.

Die Europäische Kommission hält die elektronische Kennzeichnung mit Blick auf die Rückverfolgbarkeit für durchaus vorteilhaft. Wegen der zu erwartenden Zusatzkosten bleibt die Anwendung auf europäischer Ebene aber vorerst freiwillig. Daneben sollen fakultative Elemente der Rindfleischkennzeichnung künftig nicht mehr durch nationale Behörden genehmigt werden müssen. Das war u.a. von der Stoiber-Gruppe für Bürokratieabbau gefordert worden.
 
Die obligatorischen Angaben, wo das Tier geboren, gemästet und geschlachtet wurde, stehen dabei nicht zur Debatte. Festgehalten wird, dass freiwillige Lebensmittelinformationen objektiv, von den Kontrollbehörden überprüfbar und für die Verbraucher verständlich sein müssen. Die Kommission kann zu einem späteren Zeitpunkt zulässige Begriffe und Begriffsbestimmungen präzisieren. Die Texte müssen jetzt noch vom Rat abgesegnet werden, was als Formsache gilt. Die Vorschriften zur freiwilligen Rindflei-schetikettierung erlangen Mitte Dezember 2014 Gültigkeit, während für die Einzeltierkennzeichnung eine Übergangsfrist von fünf Jahren gilt. © Text: AgE / Foto: Pinzger
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