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Agrarpolitik

Landwirtschaft soll Treibhausgasemissionen weiter verringern

von , am
12.05.2014

Auf die Landwirtschaft kommen möglicherweise zusätzliche Anforderungen im Klimaschutz zu.

In seinen Eckwerten für ein „Aktionsprogramms Klimaschutz 2020“, die an die Ressorts verschickt wurden, weist das Bundesumweltministerium die Landwirtschaft als einen der Sektoren aus, in denen weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen durchgeführt werden sollten, um die Erreichung des deutschen Klimaschutzziels 2020 sicherzustellen. Die bisherigen Minderungen in der Landwirtschaft resultierten in erster Linie aus den Umweltanforderungen der gemeinsamen EU-Agrarpolitik, einem verbesserten Düngemittelmanagement und einer stärkeren Kopplung von Viehdichten an die Fläche, heißt es in den Eckwerten.

Zusätzliche Minderungsoptionen bestünden beispielsweise durch die Ausweitung des Ökolandbaus und die Erhöhung der Effizienz beim Stickstoffeinsatz. Die Emissionen aus landwirtschaftlichen Böden etwa durch Grünlandumbruch sowie die Emissionen und Kohlenstoffspeicherung in der Forstwirtschaft würden bislang nicht in die Bewertung der Zielerreichung beim Klimaschutz einbezogen.

Mittelfristig sollten die Potentiale für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen in diesem Bereich laut Umweltministerium in den Blick genommen werden. Der Bereich Forstwirtschaft und Holz biete Minderungspotentiale durch die Senkenfunktion insbesondere von naturnahen, arten- und strukturreichen Wäldern und feuchten Waldstandorten sowie durch die CO2-Speicherkapazität von Holz. © Text: AgE / Foto: Mohr (Fotolia)
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