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Milchwirtschaft

Ende der Milchquote verlangt neue unternehmerische Strategien

von , am
28.11.2014

Ende März 2015 endet die Quotenregelung des Milchmarktes nach 31 Jahren staatlicher Mengenregulierung.

Trotz Milchquote habe sich in diesen 3 Jahrzehnten die Anzahl an Milchbauern um 75 % verringert, habe es Preisschwankungen für die Milchbauern von bis zu 25 ct/kg Milch gegeben, gab Milchbauernpräsident und DBV-Vizepräsident Udo Folgart in einem Pressegespräch zum Symposium „Bewegter Milchmarkt: Volatilitäten absichern“ des Deutschen Bauernverbandes zu bedenken.

Das Quotenende erfordere neue Strategien und Instrumente für Produzenten, Verarbeiter, Vermarkter und Politik. Die Bauern müssten die Absicherung des Erzeugerpreises für Milch über Warenterminbörsen oder über Versicherungssysteme stärker nutzen können. Solche Instrumente nutzen die Landwirte für andere Produkte schon seit Jahren zur Preisabsicherung und Liquiditätssteuerung. Vom Lebensmitteleinzelhandel forderte Folgart, nicht jede globale Milchpreissenkung auf den deutschen Markt zu übertragen, da sich die heimischen Milchbauern sehr hohen Standards in der Produktion verpflichtet sähen. Für die Politik bedeute das Quotenende „kein Zurücklehnen“. Ein Sicherheitsnetz müsse weiterhin gravierende Marktkrisen begrenzen. Konkrete Vorschläge dieser politischen Begleitung der Milchbauern auf ihrem Weg in einen liberalisierten Markt habe der Bauernverband bereits vorgestellt. © DBV / Foto: Gina Sanders (Fotolia.com)
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