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Milchwirtschaft

Frankreich: Wettbewerbsbehörde verhängt hohe Strafe

von , am
19.03.2015

Die französische Wettbewerbsbehörde hat gegen ein Kartell von 11 Milchverarbeitern ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 192,7 Mio. Euro verhängt. Dies ist eine der höchsten Strafen, die jemals von den Wettbewerbshütern verhängt wurde.

Den Unternehmen werden Preisabsprachen bei Milchprodukten vorgeworfen, die zwischen 2006 und 2012 stattgefunden haben sollen. Die Wettbewerbsbehörde sprach von einer „hochorganisierten“ Absprache über Preise und Mengen im Bereich der Eigenmarken des Handels.

Zum Kern des Kartells hätten Yoplait, Novandie, Lactalis und Senoble gehört. Mit 56,1 Mio. Euro entfällt der größte Anteil des Bußgeldes auf das Gemeinschaftsunternehmen Lactalis Nestlé Ultra Frais. Das Unternehmen kündigte bereits Einspruch gegen die aus seiner Sicht „extreme Härte“ des Bußgeldes an. Der ebenfalls am Kartell beteiligte Milchverarbeiter Yoplait muss keine Strafe zahlen, da das Unternehmen nach der Übernahme durch General Mills den Kartellverdacht der französischen Wettbewerbsbehörde mitgeteilt hatte.

Erst kürzlich hatte in Spanien die dortige Marktaufsichtsbehörde (CNMC) gegen insgesamt 9 Milchverarbeiter und 2 Branchenverbände eine Strafe von insgesamt 88,2 Mio. Euro wegen wettbewerbswidrigen Verhaltenes verhängt. © AgE / Foto: slako (Fotolia.com)
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