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Tiergesundheit

Antibiotika-Resistenzen: Welche Lösungen gibt es?

von , am
01.12.2014

Die Risiken durch antibiotikaresistente Keime werden immer drängender. Daher sind der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung, das Management von Antibiotikaresistenzen und die Organisation eines aussagekräftigen Antibiotikamonitorings wichtige Fragen für die praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzte.

Macht doch die Öffentlichkeit die Tiermedizin wegen eines vermeintlich zu hohen und unspezifischen Antibiotika-einsatzes verantwortlich, obwohl die bedenkliche Resistenzlage in der Humanmedizin nachweislich die direkte Folge des seit Jahren überdurchschnittlichen Verschreibungsverhaltens der Humanmediziner ist.

Als weitere wichtigste Faktoren gelten gleichermaßen in Human- und Tiermedizin mangelhafte Hygiene in Krankenhaus oder Stall, eine zu früh abgebrochene oder zu niedrig dosierte antibiotische Behandlung von menschlichen Patienten oder Tieren und der Einsatz eines nicht wirksamen Antibiotikums auf Grund eines fehlenden Keimnachweises.

Eine Antibiotikareduktion allein wird das Problem also nicht lösen, obwohl dies von der Politik und den Medien immer wieder in den Vordergrund gestellt wird, stellte der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) klar. Ziel einer modernen Tiergesundheitspolitik muss es sein, Krankheiten durch Präventionsmaßnahmen, wie Impfungen, Hygienemaßnahmen, Verbesserung von Haltungsmanagement und Haltungsbedingungen zu vermeiden. © Vetion / Foto: Olexandr (Fotolia.com)
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