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Tiergesundheit

Landwirte setzen Antibiotika verantwortungsvoll ein

von , am
17.12.2014

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat sich in einer Pressemeldung gegen pauschale,
einseitige und unsachliche Kritik an der Nutztierhaltung in Deutschland im jüngsten Artikel „Die Rache aus dem Stall“ der Wochenzeitung „Die Zeit“ gewendet.

Auch Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein und Vizepräsident des DBV, der zugleich Vorsitzender des DBV-Fachausschusses für Öffentlichkeitsarbeit ist, hat einen offenen Brief an den Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gerichtet.

Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), betonte
angesichts des Artikels, die Landwirtschaft nehme die Problematik resistenter Keime,
die es gleichermaßen in der Nutztierhaltung wie in der Humanmedizin gibt, sehr ernst.
 
In den vergangenen drei Jahren wurde das Antibiotika-Monitoring im Rahmen des QS-Systems für die Nutztierhaltung auf den Weg gebracht. Ziel ist es, den Antibiotikaeinsatz und die Entwicklung von Resistenzen zu minimieren. Dass die Landwirtschaft damit auf dem richtigen Weg ist, bestätigen laut Krüsken die Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), die eine sinkende Gesamteinsatzmenge von Antibiotika für die Nutztierhaltung dokumentieren. „Mit diesem transparenten Monitoringsystem, das so nur für die Nutztierhaltung umgesetzt wird, wird der Antibiotikaeinsatz weiter reduziert werden können. Dies muss uns letztlich aber auch in der Humanmedizin gelingen, wo wir steigenden Antibiotikaeinsatz registrieren.“
 
Auch mit Blick auf mögliche Resistenzbildungen, die von der „Zeit“ ursächlich der Nutztierhaltung zugeordnet werden, sprechen die Fakten nach Meinung des DBV-Generalsekretärs eine andere Sprache. So waren laut Robert-Koch-Institut im Jahr 2012 rund 5 % der in Krankenhäusern nachgewiesenen multiresistenten Bakterien der Nutztierhaltung zuzuordnen. Damit stammen 95 % aus anderen Quellen. © DBV / Fotolia.com
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