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Tiergesundheit

Tierseuchen: Einschleppung verhindern

von , am
02.07.2014

Durch jeden Auslandsaufenthalt steigt bei der Rückkehr nach Deutschland das Risiko der Einschleppung von Tierseuchenerregern, die für den Tod von Millionen von Nutztieren verantwortlich sein können.

Neben den Auswirkungen für die Tiere hätte die Einschleppung einer Tierseuche, wie beispielsweise der Afrikanischen Schweinepest (ASP) oder der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Deutschland auch beträchtliche wirtschaftliche Folgen.
Die ASP wurde bereits bei Wildschweinen in Litauen und Polen festgestellt, und die MKS grassiert aktuell u.a. in der Türkei. Beide Viren werden direkt über Kontakte zwischen Tieren oder indirekt, z.B. über Fleisch oder Wurst infizierter Tiere, übertragen. Aus diesem Grunde sollten sich Auslandsreisende unbedingt an die geltenden Bestimmungen halten und darüber hinaus Bedacht und Vorsicht walten lassen.

Schon Reste eines Wurstbrötchens, die auf einer Autobahnraststätte einfach weggeworfen und dann von Wildschweinen gefunden werden, können ausreichen, um z.B. die Afrikanische Schweinepest einzuschleppen. Gefrorenes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren können für Haus- und Wildschweine über lange Zeit infektiös sein.

Daher ist das Mitbringen von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Milch aus Nicht-EU-Ländern verboten. Daher appelliert das Bündnis "heilen & helfen", in das auch die Landestierärztekammer Hessen involviert ist, dringend an alle Reisende, sich an dieses Verbot zu halten. Essensreste sollten möglichst gar nicht erst entstehen und in den Fällen, in denen sie sich nicht vermeiden lassen, nur in fest verschlossenen Müllbehältern entsorgt werden. © Text: Vetion / Dora Zett (Fotolia)
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