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Tiergesundheit

TiHo-Studie findet keine klare Ursache für chronischen Botulismus

von , am
15.09.2014

Keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Auftreten des Erregers Clostridium botulinum und chronischem Botulismus bei Rindern konnten Wissenschaftler der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) im Zuge einer Studie zu den Ursachen dieser unspezifischen Erkrankung herstellen.

„Das Ergebnis der Studie deutet darauf hin, dass C. botulinum nicht der wesentliche Hauptverursacher des chronischen Krankheitsgeschehen ist“, erklärte die Leiterin der Klinik für Rinder der TiHo, Prof. Martina Hoedemaker, bei der Präsentation der Ergebnisse in Hannover.

Nach Angaben der TiHo hatten die Wissenschaftler dazu in 139 norddeutschen Milch-viehbetrieben den C.-botulinum-Status ermittelt, indem sie verdächtige und unverdächtige Herden auf das Vorkommen des Bakteriums und auf andere mögliche Krankheitsursachen untersuchten. In den Betrieben beurteilten sie die Körperkondition, das Gangbild, den hygienischen Zustand und den Zustand der Gelenke der Tiere. In den betroffenen Betrieben wählten sie 5 klinisch unauffällige und 5 chronisch kranke Tiere aus, die genauer untersucht und beprobt wurden.

„Von jedem dieser insgesamt 1389 Tiere haben die 4 Studientierärzte Blut-, Pansensaft-, Kot-, Harn- und Haarproben entnommen und auf das Vorhandensein von Neurotoxin-Genvarianten von C. botulinum untersucht“, erläuterte Svenja Fohler vom Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit der TiHo. Ihr zufolge konnten dabei knapp 18 % der Betriebe und 6,2 % der Tiere als positiv mit dem Neurotoxin-Gen einstuft werden.

Mehr unter tiho-hannover.de/projekt und fli.bund.de. © Text: AgE / Foto: Oliver (Fotolia)
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