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Braunviehbetrieb Ammann will nicht größer werden, sondern besser

Florian Maucher
am
27.08.2018

27 Kühe sind genug – darin ist sich Familie Ammann aus Röns in Vorarlberg einig. Die begeisterten Rinderzüchter investieren lieber in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Tiere.

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"Mehr Kühe wollen wir auf keinen Fall", da sind sich Michael Ammann und sein Sohn Tobias absolut einig, "mit jeder Kuh mehr haben wir nur mehr Arbeit, aber unterm Strich nicht mehr Geld." Für 20 Kühe plus Nachzucht wurde der Laufstall vor rund 25 Jahren am Ortsrand von Röns in Vorarlberg gebaut und zuletzt lediglich um sieben Kuhplätze sowie um einen modernen Kälberstall erweitert.

Für die Milch sorgt überwiegend die Traditionsrasse Braunvieh. "Die Rasse steht schon 100 Jahre am Betrieb und hat sich für unseren Betrieb wegen der guten Fundamente und der Langlebigkeit bewährt. Wir verkaufen jedes Jahr zwischen zehn und 15 Jungkühe", erklärt der 20-jährige Hofnachfolger. Großes Augenmerk legen Ammanns vor allem auf gute Euter: "Davon hängt ab, wie alt eine Kuh wird, und da kommt das Geld raus", erklären die Züchter. Deshalb würden bei der Bullenauswahl hinsichtlich der Milchmenge, Melkbarkeit und Zellzahl keine Kompromisse gemacht. Die gesamte Braunviehherde geht auf Stammkuh Chaplin Möve (geb. 1976) zurück, die erst 20-jährig mit 96.000 kg Milch und 14 Kälbern den Betrieb verließ.

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