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Tierhaltung

Forscher bündeln Aktivitäten für eine nachhaltige Tierproduktion

von , am
06.10.2014

Mit der steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen tierischen Lebensmitteln sieht sich die landwirtschaftliche Nutztierhaltung vor immer neue Herausforderungen gestellt - nicht nur durch Umweltauflagen und Ressourcenknappheit, sondern auch mit Blick auf Verbrauchererwartungen und Lebensmittelsicherheit.

Das hat das Bundeslandwirtschaftsministerium anlässlich eines Expertentreffens unterstrichen, das unter deutschem Vorsitz in Paris stattfand. Dabei stellten Vertreter aus 18 EU-Mitgliedstaaten den Stand der Forschung im eigenen Land für den Bereich nachhaltige Tierproduktion vor, einschließlich Tierwohlaspekten.
Laut Ministerium dienen die Status-quo-Berichte als Ausgangspunkt für die Beantragung eines neuen EU-Forschungsnetzwerks zum Thema „Sustainable Livestock Production“ über das laufende EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“. Ziel ist die weitere Zusammenführung der Forschungsförderung auf nationaler und europäischer Ebene. Das Berliner Agrarressort stellte in diesem Zusammenhang fest, Landwirte stünden bei der Vermarktung tierischer Erzeugnisse mit Ländern im internationalen Wettbewerb, in denen oftmals nicht zuletzt aufgrund geringerer Auflagen deutlich günstiger produziert werden könne.

In Deutschland würden diese Herausforderungen zwischen Bund, Ländern und Vertretern der Wissenschaft seit langem diskutiert. Die Ergebnisse dieser Diskussionen spiegelten sich in mehreren Veröffentlichungen wider, beispielsweise im „Forschungs- und Innovationsbedarf Nutztiere“ sowie in der „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher des BMEL“.

Aufgrund der grenzüberschreitenden Verflechtungen der Land- und Ernährungswirtschaft sei jedoch eine enge Zusammenarbeit vor allem mit Partnern aus Europa unerlässlich. Vor dem Hintergrund, einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Tierproduktionssektor in Europa weiterzuentwickeln und zu stärken, stelle die Arbeitsgruppe „Nachhaltige Tierproduktion“ des Ständigen Agrarforschungsausschusses der EU (SCAR) jetzt den Forschungsbedarf im europäischen Kontext zusammen. Dabei werde das gesamte Spektrum der Tierproduktion mit Fokus auf die Nachhaltigkeitsaspekte Umwelt, Soziologie und Ökonomie betrachtet. © Text: AgE / Foto: Riesberg
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