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Für beste Silagen sorgen

Dieser Artikel ist zuerst in der Braunvieh erschienen.

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Annette Jilg, LAZBW Aulendorf
am
27.08.2018

Sind die Ernte- und Entnahmebedingungen von Gras- und Maissilagen nicht optimal, können mit Hilfe von Siliermitteln Fehlgärungen verhindert werden. Doch nicht jedes Mittel ist für jede Situation geeignet.

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Siliermittel können zur Erzeugung eines hochwertigen Grobfutters beitragen. Fehlgärungen oder Nacherwärmung können damit reduziert werden und so verringern sich Energie- und Nährstoffverluste. Häufig zeigen sich auch Zusatzeffekte, wie eine bessere Verdaulichkeit, eine höhere Futteraufnahme oder eine bessere Milch- und Mastleistung. Besseres Grobfutter reduziert das Risiko von gesundheitlichen Problemen im Stall und kann sich so auch auf die Arbeitsbelastung auswirken. Eines können Siliermittel jedoch nicht: Wunder bewirken. Sie können keine groben Fehler rund um die Futterkonservierung ausgleichen und aus einem schlechten Futter keine hochwertige Silage machen.

Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz ist die Auswahl des passenden Mittels, eine genaue Dosierung nach Herstellerangaben und eine gleichmäßige Verteilung im Futter.

 

Wirkungsrichtung ist entscheidend

Es sollten Siliermittel mit dem DLG-Gütezeichen verwendet werden, da diese bereits ihre Wirksamkeit in unabhängigen Versuchen unter Beweis gestellt haben und regelmäßig nachgeprüft werden. Eine Liste der geprüften Mittel ist im Internet unter www.guetezeichen.de zu finden.

Grundsätzlich wird dabei nach Wirkungsrichtungen, also den Einsatzzielen, unterschieden. Zunächst muss also überlegt werden, ob man eine Verbesserung der Vergärung, also eine Förderung der Milchsäuregärung und zum Beispiel die Hemmung einer Buttersäuregärung oder die Verbesserung der aeroben Stabilität (Haltbarkeit unter Lufteinfluss), also die Verhinderung von Nacherwärmung, erreichen möchte. Beide Wirkungsrichtungen können über biologische (Milchsäurebakterien) oder chemische Siliermittel (Siliersalze oder -säuren) erreicht werden.

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