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Tierhaltung

Methanmessung bei Kühen unter Praxisbedingungen möglich

von , am
13.06.2014

Methan (CH4) ist ein klimaschädliches Gas, das u.a. von Wiederkäuern bei der Verdauung produziert wird, so auch von der Milchkuh.

Es wird geschätzt, dass das weltweit von Rindern ausgestoßene Methan fast 15 % der Treibhausgasemission ausmachen. Etwa 100 kg Methan werden von jeder Milchkuh im Jahr produziert. Das entspricht etwa einem globalen Ausstoß von 140 Mio. t Methan pro Jahr.

Laut Bundesumweltamt stammten im Jahr 2011 ca. 50 % der gesamten Methan-Emissionen in Deutschland aus der Landwirtschaft. Die Dummerstorfer Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Nutztierbiologie untersuchen daher, wie der Methan-Ausstoß von Kühen durch verschiedene Maßnahmen reduziert werden kann.

Dafür nutzen sie jetzt auch eine GreenFeed-Methan-Messstation, mit der erstmals in Deutschland die Emissionen auch bei Rindern im Laufstall individuell gemessen werden können. Dies ermöglicht Messungen unter Praxisbedingungen. Die Rinder werden mit etwas Futter zu einem Futtertrog gelockt. Durch spezielle Sensoren kann jedes Tier dort identifiziert und die einzelnen Gaskonzentrationen und weitere Umweltindikatoren im Atemluftstrom beim Fressen aufgezeichnet werden. © Text: Vetion / Foto: pixelio 
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