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Tierhaltung

Moderne Tierhaltung muss Ansprüche berücksichtigen

von , am
25.03.2014

Die konsequente Umsetzung und Kommunizierung des Tierwohls wird in den kommenden Jahren ein noch wichtigerer Teil der täglichen Arbeit der Tierhalter werden.

Auf diesen gemeinsamen Nenner konnten sich die Teilnehmer eines Themenabends verständigen, den die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) vergangene Woche in Berlin unter das Motto „Moderne Tierhaltung“ gestellt hatte.

Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Folgart, lobte in diesem Zusammenhang die TierwohlInitiative des deutschen Handels als richtigen Ansatz, die Interessen von Landwirten, Tieren und Verbrauchern unter einen Hut zu bringen. Er sieht aber ungeachtet dessen auch bei hohen ethischen Anforderungen und Tierschutzstandards gerade in vieharmen Regionen wie Brandenburg noch erhebliches Wachstumspotential für eine umweltfreundliche und gesellschaftlich akzeptierte Tierhaltung.

Der Sprecher der ökologischen Anbauverbände Brandenburgs, Sascha Philipp, wies auf die schwierige Definition des Begriffs „Massentierhaltung“ hin und machte sich stattdessen für eine wesensgemäße Tierhaltung stark, die insbesondere auf die artspezifischen Ansprüche von Nutztieren Rücksicht nimmt. Martin Schulz von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Niedersachsen stellte seinerseits klar, dass eine moderne und damit tiergerechtere Landwirtschaft keine Frage von „Bio“ oder „konventionell“ sein könne, sondern alle Bereiche umfassen müsse. Die TierwohlInitiative stieß bei ihm auf Kritik, da sie nach seiner Ansicht vor allem wegen des Fehlens einer Kennzeichnung nicht weit genug gehe. © Text: AgE  / Foto: Pinzger
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