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Tierhaltung

Unfallschutz durch hornlose Rinder beibehalten

von , am
24.07.2015

Rinder sollten auch künftig hauptsächlich hornlos gehalten werden. Dafür hat sich die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ausgesprochen und diese Forderung mit einem Hinweis auf die Unfallzahlen untermauert.

Nach Angaben der SVLFG gab es im Jahr 2014 in Deutschland beim Umgang mit Rindern rund 6000 Unfälle, die mehr als 3 Tage Arbeitsunfähigkeit beim Verletzten verursachten; 8 Unfälle seien tödlich verlaufen.
 
Allerdings sei lediglich bei einem Fünftel der Kopfstöße ein Horn beteiligt gewesen, was die SVLFG auf die „schon weit verbreitete fach- und tierschutzgerechte Enthornung von Rindern“ zurückführt.
 
„Im Sinne der Unfallverhütung sollten Rinder auch zukünftig fach- und tierschutzgerecht in einem für die Tierhalter praktikablen Verfahren gegen Hörnerbildung behandelt werden“, empfahl der Vorsitzende des SVLFG-Präventionsausschusses, Bernd Schulte-Lohmöller. Zugleich sprach sich die SVLFG dafür aus, parallel dazu die hornlose Züchtung weiter voranzutreiben.
 
Um schwere Unfälle mit Rindern zu vermeiden, sei es außerdem wichtig, bauliche Voraussetzungen zu schaffen. Zudem sollte jeder Halter die Wahrnehmung und natürlichen Verhaltensweisen von Rindern kennen. Hierzu bietet die SVLFG Kurse und Broschüren an. © Text: AgE / Foto: pixelio.com
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