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Tierschauen und Vermarktung

Interessantes Programm Europa-Kongress in Kempten

von , am
07.03.2014

Am Fr. 28. und Sa. 29.3.2014 stehen hochkarätige Kurzvorträge auf der Tagesordnung. Wer noch dabei sein will, muss sich mit der Anmeldung beeilen!

In der bigBOX in Kempten findet vom 28. bis 30 März der Europakongress der Braunviehzüchter statt. © Dr. Birkenmaier
Der Ort ist ungewöhnlich und auch der Anlass ist nicht alltäglich. Nur alle 4 Jahre findet der Europakongress der Braunviehzüchter statt und jedesmal hat eine andere Braunvieh-Nation die Ehre, Gastgeber sein zu dürfen.

Am letzten März-Wochenende findet dieses Highlight bekanntlich in der bigBOX in Kempten, genauer in der kultBOX statt, die hierfür die idealen Voraussetzungen mitbringt. Und damit die Kongressteilnehmer zur Deutschen Braunviehschau mit Eliteversteigerung und Nachzuchtpräsentation, die im Rahmen des Europakongresses stattfinden, keine weiten Wege haben, kommen auch die Kühe gleich in die bigBOX. Sicherlich ein einmaliges Erlebnis, das vermutlich einmalig bleiben wird!

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und derzeit werden die Schautiere von den Zuchtverbänden ausgesucht. Richten wird diese Matthias Voppichler aus Hittisau/Vorarlberg. Auf einer großen Videoleinwand werden wichtige Informationen eingeblendet und Detailaufnahmen aus dem Schauring projiziert. Diese Videobilder einer Livekamera werden auch in die Allgäuhalle übertragen, wo die Nachzuchtgruppen der Besamungsstiere Hacker, Hardrock, Payssli, Prejula und Visconti im Versteigerungsring auf eigens errichteten Ständen aufgestallt sein werden. Gleich nebenan in den unteren Stallungen finden die Besucher die zur Versteigerung angebotenen Elitetiere und die Jungrinder und Kalbinnen des Jungzüchterwettbewerbes am Samstagabend.

Um beim Kongress selbst möglichst viele Themen in kompaktem, zeitlichen Rahmen behandeln zu können, sind die einzelnen Vorträge nur 15 min lang, mit anschließender kurzer Diskussion. Alle Vorträge werden simultan in Deutsch-Englisch übersetzt. Folgende Vortragsthemen stehen in den 4 Themenblöcken aus den verschiedenen Ländern auf dem Programm (Originaltitel z.T. übersetzt):

Session 1: Braunvieh in unterschiedlichen Produktionssystemen in Europa
  • Braunvieh in Europa (Überblick; Deutschland)
  • Vermarktungsmöglichkeiten von Braunvieh in Milch, Zucht und Mast (Arbeitstitel, Österreich)
  • Anforderungen an eine Milchkuh unter biologischen Produktionsbedingungen (Deutschland)
  • Einfluss der Jungviehälpung auf die Nutzungsdauer und die Leistungseigenschaften von Kühen (Deutschland)

Session 2: Neue Merkmale und funktionale Merkmale
  • Innovative Zuchtinstrumente zur Verbesserung der ernährungsphysiologischen und technologischen Qualität von Milch (Italien)
  • Erhöhte Bakterienabwehr bei Braunvieh im Vergleich zu Holsteins (England)
  • Genomisches Zuchtprogramm beim Österreichischen Braunvieh – Möglichkeiten zur Verbesserung von Fitness und Gesundheit (Österreich)
  • Genetische Untersuchungen zu Problemen um die Geburt beim Bayerischen Braunvieh (Deutschland)

Session 3: Genomische Selektion
  • Nutzung der genomischen Selektion in verschiedenen Ländern (Schweiz)
  • Genomische Beziehungen zwischen InterGenomics-Populationen (Slowenien)
  • Verwendung von HD-Genotypen in der Genomischen Selektion (Deutschland)
  • Auswertungen von Sequenzierungs-Daten der nächsten Generation beim Braunvieh (Schweiz)
  • Genomische Informationen: Nutzungsmöglichkeiten bei weiblichen Rindern (Italien)

Session 4: Braunvieh aus Europa in die Welt: Anforderungen an Braunvieh in verschiedenen Klimazonen und Regionen
  • Die Entwicklung von Braunvieh und die Verwendung von gesextem Sperma in Frankreich (Frankreich)
  • Anforderungen und Erfahrungen mit Braunvieh in den Niederlanden (Niederlande)
  • Braunvieh in China – Welche Anforderungen muss die braune Kuh im Reich der Mitte erfüllen? (Deutschland)
  • Anforderungen und Erfahrungen mit Braunvieh in nordafrikanischen Ländern (Ägypten)
Anmeldungen zum Europakongress sind noch online auf braunvieh2014.de möglich. Dort ist auch nochmals das vollständige Kongressprogramm abrufbar. © Dr. Birkenmaier
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