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Tierschauen und Vermarktung

Traction-Töchter fallen auf

von , am
02.07.2015

Die diesjährige Schau in Cháttilon am 27. Juni wurde von Vincent Julhan gerichtet, einem Vorstandsmitglied des französischen Braunviehverbandes BGS. „Besonders die Traction-Töchter waren sehr beeindruckend“, so Zuchtleiter Olivier Bulot, dieser Stier stellte auch zwei Championkühe. Traction ist ein französischer Besamungsstier aus der Kombination President x Jetway x Emory.  

Die Viertkalbskuh Ecrevisse (V: Traction) wurde Gesamtsiegerin der alten Kuhklassen auf der bekannten Braunviehschau im französischen Cháttilon.  © Foto: BGS
In den jungen Kuhklassen machten in Cháttilon 2015 besonders die Töchter von Huxoy und Payssli eine gute Figur. „Und nicht nur auf der Schau“, so Bulot, „diese Kühe überzeugen auch auf den Betrieben.“ Bei den Rindern sahen die Töchter von Anibal gut aus, von ihm kalben in Frankreich die ersten Töchter im Herbst ab.Auf der Schau in Cháttilon werden die Kühe in drei Altersklassen unterteilt: Die „erwachsenen“ Kühe ab dem 3. Kalb, die „jungen Kühe“ mit zwei Kalbungen und die „Hoffnungskühe“ mit einem Kalb.

Championkuh der älteren Kühe wurde die Kuh Ecrevisse, eine Traction-Tochter in der 4. Laktation. Die Vigor-Tochter Fiona aus dem Betrieb Funcken wurde Reservesiegerin der alten Kuhklassen, Funcken war zugleich erfolgreichster Aussteller in Cháttilon 2015.
Den Eutersieg holte sich die Fünftkalbskuh Delice aus der Kombination Prestige x Ace x Patcho x Emory. Ihre Großmutter Ace Upsilone gewann bereits vor einigen Jahren die Schau in Cháttilon und ihre Ururgroßmutter Emory Japonaise war in Frankreich eine bekannte Schaukuh und Bullenmutter.

Bei den Zweitkalbskühen lagen zwei Traction-Töchter an der Spitze und bei den Erstmelkkühen gewann eine Huxoy- vor einer Payssli-Tochter. Eine Anibal-Tochter vor einer Vigor-Tochter lautete die Endrangierung bei den Rindern.

Einen Sonderpreis gibt es für die beste Erstmelkkuh mit einem französischen Vater, hier lag eine hoffnungsvolle Fidele-Tochter vorne. Fidele ist ein Wartestier aus der Kombination Zaster x Hucos.

Hier gibt es die vollständige Siegerliste.
 
Der Durchschnittspreis für die Rinder bei der Eliteauktion lag bei 2294 Euro und damit knapp unter dem Preis von 2013. Das höchste Gebot gab es für eine Huxoy-Tochter (Muttersvater Pronto) mit 3300 Euro. Sehr stark war die Nachfrage nach guten Embryonen. Für jeden Embryo aus der Kombination Biver x Payssli Jona x Vigor Fiona wurden 1100 Euro bezahlt. Fiona war Reservechampion auf der diesjährigen Schau und ihre Tochter Payssli Jona ist die Nummer 4 aller weiblichen Tiere mit genomischem Zuchtwert.

Trotz einiger sehr guter Preise litt die Auktion nach Bulots Einschätzung unter den schwierigen Rahmenbedingungen. Der Milchpreis ist seit Jahresende 2014 sehr niedrig und viele Regionen leiden seit zwei Monaten unter einer starken Trockenheit.
Trotzdem ist die Stimmung positiv: Seit Jahren wächst die Braunviehpopulation in Frankreich an und die Nachfrage nach weiblichen Braunviehtieren ist groß. „Im letzten Jahr haben sich die Besamungszahlen beim Braunvieh in Frankreich erneut um sieben Prozent gesteigert“, erklärt Olivier Bulot.

© Text:  JB
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