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Tierschauen und Vermarktung

Zehn Jungkühe über 2000 Euro

von , am
13.03.2015

Es war die letzte Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft im Quoten-Zeitalter, die am Donnerstag, 12. März, in Kempten stattfand.

Im laufenden Milchwirtschaftsjahr werden viele Betriebe wegen Überlieferung Superabgabe bezahlen, hier ist die "Handbremse" beim Viehzukauf noch angezogen. Trotzdem gab es zuletzt steigende Preise mit rund 1700 Euro Durchschnitt bei den Erstmelkkühen.

Die Auktion am 12. März war von einem sehr großen Angebot von 186 Jungkühen geprägt, die Qualität konnte nicht ganz an die sehr guten letzten Auktionen heranreichen. Der Durchschnittspreis von 156 verkauften Erstmelkkühen schrammte mit 1596 Euro knapp an der 1600er-Grenze, der Höchstpreis lag bei 2340 Euro und gesamt 10 Jungkühe knackten die Marke von 2000 Euro.
 
Den Höchstpreis erzielte mit 2340 € eine Tochter von Jusch (V: Juhus) mit 30,2 kg Milch, sie wurde von den Allgäuer Jungzüchtern verkauft und und weist eine Mutterleistung von 8500 kg Milch mit 4,4% Fett und 3,8% Eiweiß auf. Den zweitbesten Preis mit 2200 Euro brachte eine Payssli-Tochter von Michael Bilgeri mit 32,0 kg, beide mit guter Melkbarkeit. Solche Kühe gehen weg wie "warme Semmeln", Kühe mit wenig Milchmenge oder größeren Mängeln hingegen sind nicht mehr zu ordentlichen Preisen vermittelbar.

Sehr gefragt waren die Stiere mit durchschnittlich 1618 Euro, allein 5 Deckstiere lagen bei über 2000 Euro (Preise jeweils zzgl. MWSt), hier wirkte sich besonders die Nachfrage aus Belgien positiv aus. Die weiblichen Zuchtkälber wurden für durchschnittlich 359 Euro (Höchstpreis  560 Euro) versteigert. Die AHG führt die Versteigerungen in Kempten und Buchloe durch. © JB
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