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Tierzucht

Bayerische Zuchtrinder im In- und Ausland begehrt

von , am
22.01.2014

Wie Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mitteilte, wurden im vergangenen Jahr über 9300 Tiere in 25 Länder exportiert. Hauptabnehmer waren Algerien (2495 Tiere), die Niederlande (1415) und Italien (1234).

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin. © Schmalz/StMELF
Dem Minister zufolge sind Rinder aus Bayern vor allem wegen ihrer gesundheitlichen Stabilität, Langlebigkeit und Robustheit begehrt: Beim Fleckvieh werden zudem die hohe Milch- und ausgezeichnete Fleischleistung geschätzt, beim Braunvieh der hohe Milcheiweißgehalt und die besondere Käsereitauglichkeit der Milch.
 
Diese Vorzüge sorgen auch im Inland für eine große Nachfrage: Allein im vergangenen Jahr wurden über die bayerischen Zuchtverbände bundesweit rund 50.000 Zuchttiere und mehr als 220.000 Kälber vermarktet.
 
Nach Aussage des Ministers ist der Freistaat das bedeutendste deutsche Rinderland. Von den bundesweit 12,3 Mio. Rindern stehen 3,2 Mio. in bayerischen Ställen. Rund 80 % davon sind Fleckvieh – eine sogenannte Zweinutzungsrasse, die Milch und Fleisch liefert. 9 % sind Braunvieh und 5 % Schwarzbunte. Die übrigen Rassen wie Gelbvieh, Pinzgauer, Murnau-Werdenfelser, Rotvieh und die Fleischrinderrassen machen zusammen 6 % aus.
 
Auf der Grünen Woche können sich die Gäste in Halle 25 ein Bild von der Qualität der bayerischen Tiere machen. Die Zuchtverbände präsentieren dort eine kleine, aber feine Auswahl. Die Messe eignet sich laut Brunner ideal, um den Absatz von Zuchttieren weiter anzukurbeln. Vor allem Vertreter osteuropäischer Länder nutzen die breit gefächerte Angebotspalette. © StMELF
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