Login
Tierzucht

Braunvieh-Stier Norvicus: Vor 40 Jahren ging eine Ära zu Ende

rinderzucht-braunvieh-stier-bulle-norvicus-brown-swiss
Thumbnail
Josef Berchtold, Fleckvieh
am
19.07.2018

Der 1969 lebend aus den USA nach Deutschland exportierte Stier Norvicus war ein Wegbereiter der US-Brown-Swiss-Einkreuzung. Das galt besonders im Memminger Stationsgebiet, aber auch europaweit spielte Norvicus eine große Rolle. Vor genau 40 Jahren ging dieser bedeutende Vererber ab.

"Norvicus in Bayern und Norvic Beautician bei uns haben maßgeblich zur Akzeptanz des US-Brown Swiss in Europa beigetragen", sagt Reinhard Summer aus Weiler in Vorarlberg, der mit der von Werder Fidel zugekauften Kuh Hanoi eine der bekanntesten Norvicus-Töchter besaß. Während der Wartestierhaltung war Norvicus im Natursprung bei Josef Reiser in Oberellegg bei Wertach und bei Werder Fidel in Opfenbach. Mit die bekanntesten Norvicus-Töchter gab es bei Ludwig Gropper in Wolfertschwenden, unter anderem die Ladkus-Mutter Herta sowie die legendäre Norvicus Iller.

Mehr über Norvicus erfahren

Hermann Graf, der 47 Jahre für die Station Memmingen arbeitete, erinnert sich noch genau an jenen 17. Juli 1978, an dem Norvicus abging. Gemeinsam mit dem damaligen Stationsleiter Dr. Manfred Schrödl brachte er den Kopf des berühmten Vererbers vom Schlachthof in Ottobeuren zu einem Tierpräparator nach Stuttgart. Über Jahre war Norvicus' ausgestopfter Kopf der Blickfang im Eingangsbereich der Station. 

Norvicus, im Original-Namen "Norvic Lilason Namesake" war stark auf die Kuh Norvic Lady Loa liniengezüchtet. 

_______________________________________________

Mehr über die Karriere des Vererbers im Allgäu-Teil des aktuellen Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblattes – das Miniabo bestellen Sie im Aboservice des Verlags.

Mehr über Norvicus und die Familie von Norvic Lady Loa gibt es im nächsten Rinderzucht Braunvieh (erscheint 29. August) – ein Probeheft kann über den Aboservice bestellt werden. 

Auch interessant