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Tierzucht

China hebt Importverbot für Rinderzuchtmaterial auf

AgE
am
17.06.2016

China hat das Importverbot für genetisches Material von Rindern aus Deutschland, Dä-nemark, Frankreich und Großbritannien aufgehoben.

Dies teilte die Europäische Kommission in Brüssel mit. Dem Wegfall der vor 4 Jahren wegen des Auftretens des Schmallenberg-Virus verhängten Einfuhrsperre seien gemeinsame Bemühungen der EU-Behörde und der betroffenen EU-Länder vorausgegangen, hieß es in der Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Die offizielle Entscheidung hatte Chinas Landwirtschaftsminister Han Changfu während eines Besuchs von EU-Agrarkommissar Phil Hogan in der Volksrepublik verkündet. Die Kommission begrüßte die Aufhebung des Importverbotes und äußerte die Hoffnung, dass nun der Handel wieder zügig aufgenommen werden kann.

Auch im Hinblick auf die Marktöffnung für genetisches Material von Rindern aus den anderen EU-Ländern zeigte sich die Brüsseler Behörde jetzt optimistisch. Im Mai 2012 hatte China die Einfuhrsperre aus Furcht vor einer Ansteckung von Kälbern, Schafen und Ziegen mit dem Virus verhängt und war damit der EU-Kommission zufolge über die Standards der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hinausgegangen. Gemäß den OIE-Einschätzungen wären Handelsbeschränkungen nicht erforderlich gewesen; dennoch hatten insgesamt 15 Drittstaaten 2012 wegen der durch Gnitzen übertragenen Krankheit Handelsbeschränkungen für Zuchtmaterial und lebende Wiederkäuer aus der Europäischen Union eingeführt.

Brüssel hatte damals lediglich die Einfuhrrestriktionen Russlands als unverhältnismäßig kritisiert, weil das Land auch den Import von lebenden Schweinen verboten hatte – obwohl diese laut wissenschaftlichen Erkenntnissen gar nicht anfällig für den Erreger sind.

Foto Startseite: Ariane Haubner

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