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Tierzucht

Neue Analyseverfahren zur Kondition und Zuchteignung von Milchkühen

von , am
15.05.2014

Drei neue Analysemethoden zur Fitness und zu der züchterischen Eignung von Milchkühen haben Forscher im Rahmen des Verbundprojektes „On-Farm-Recording“ mit Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) entwickelt.

Wie die BLE in Bonn berichtete, ging es bei den Projekten insbesondere darum, direkt im Betrieb Körperkondition, biologische Rastzeit und den Gesundheitsstatus von Milchkühen zu untersuchen. Die Gesundheits- und Fruchtbarkeitsparameter sollten Aussagen über die züchterische Eignung ermöglichen sowie Gesundheit und Langlebigkeit der Tiere fördern.

Im ersten Teilprojekt zur Beurteilung der Körperkondition haben die Wissenschaftler laut BLE eine Kameratechnik entwickelt, die die Körperkondition der Tiere vollautomatisch beim Durchlaufen des Sensorsystems erfasst. Damit soll die Körperkondition der Milchkühe regelmäßig überprüft werden, um Informationen zur Stoffwechselstabilität der Kühe zu erhalten.

Die sogenannte ‚OptiCow-Technik’ ist mittlerweile am Markt verfügbar. Der zweite Projektabschnitt bestand nach Angaben der Bundesanstalt in der Weiterentwicklung eines Progesteron-Milchtests, der Aussagen über die biologische Rastzeit und den Konzeptionserfolg liefert.

In einem 3. Verfahren wandelten die Wissenschaftler laut BLE den bestehenden Milchtest in eine Analyse des immunologischen Parameters Haptoglobin (Hp) in der Milch um. Dieser gibt Auskunft über den Gesundheitsstatus der Tiere und vereinfacht das Auffinden kranker Kühe in der Herde.

Während der Progesteron-Milchtest bereits am Markt erhältlich ist, soll der Haptoglobin-Test in einem Anschlussprojekt zur Marktreife gebracht werden. © Text: AgE / Foto: Bernd (Fotolia)
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