Login
Im neuen Heft lesen Sie ...

Management: "Für uns schließt sich der Kreis"

Dieser Artikel ist zuerst in der Braunvieh erschienen.

Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

von am
24.10.2017

Familie Schneid aus Kindberg im Oberallgäu bewirtschaftet ihren Milchviehbetrieb nach Demeter-Richtlinien. Die Kälber ihrer rund 30 Kühe ziehen sie seit zweieinhalb Jahren mutter- und ammengebunden auf.

 schneid kaelbertraenken kalb mutterkuh
Zu den Melkzeiten werden die Kühe zu den Kälbern gebracht. © Christine Endres

"Es ist so schön, wenn man sieht wie die Kälber saufen", erzählt Andreas Schneid und blickt auf die Weide. Seit etwa zweieinhalb Jahren ziehen Andreas und sein Vater Josef Schneid die Kälber ihrer rund 30 Milchkühe mutter- und ammengebunden auf. "Wir bringen die Kälber und Kühe während den Melkzeiten zusammen", erklärt Josef Schneid. Wenn die Kühe von der Weide kommen, dürfen zunächst alle in den Stall und bekommen dort ihre Ration Heu. Anschließend wird mit dem Melken begonnen, in der Zwischenzeit kommen die Ammenkühe zu den Kälbern auf die Weide.

In der Regel werden von einer Kuh zwei Kälber gesäugt, das eigene Kalb und ein Ammenkalb. "In den ersten vier bis fünf Tagen stellen wir sicher, dass jedes Kalb bei der eigenen Mutter säuft", fügt der Betriebsleiter hinzu. Während der Tränkephase werden die Kühe nicht noch zusätzlich mit der Maschine gemolken. Familie Schneid strebt eine Tränkedauer von rund vier Monaten an. Während dieser Zeit bekommen die Kälber zusätzlich Heu im Stall und können auf der Weide Gras fressen. "Diese lange Tränkedauer entspricht der Natur der Tiere und prägt ihre weitere Entwicklung positiv«, schildert Josef Schneid seine Erfahrungen.

Schneids sehen die muttergebundene Aufzucht als Gewinn für die Kälber, für die Kühe und auch für sich selbst. "Die Kälber wachsen besser und sind gesünder. Auch im sozialen Verhalten ist ein positiver Effekt erkennbar. Durchfallbedingte Kälberverluste kommen in der Regel nicht mehr vor. Selbst Kälber, die kurzzeitig an Durchfall erkranken, sind weiterhin fit, vital und saufen ihre tägliche Ration Milch", berichtet Josef Schneid. Zudem gebe man der Kuh ihre Aufgabe der Kälberaufzucht zurück. "Denn wer könnte ein Kalb besser groß ziehen als die eigene Mutter", so der Betriebsleiter. Zudem kann die Familie positive Effekte auf die Eutergesundheit beobachten. "Kühe, die mit einer schlechten Eutergesundheit zu kämpfen hatten, waren wieder gesünder, nachdem sie bei den Kälbern waren", erzählt der Hofnachfolger.

_____________________

Den vollständigen Artikel über den Demeter-Familienbetrieb Schneid lesen Sie im aktuellen Heft von Rinderzucht Braunvieh auf Seite 52.

Auch interessant