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Reportage: Goldgelber Genuss

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Redaktion Wochenblatt, Wochenblatt
am
24.10.2016

Käse und Käsen sind seine Leidenschaft. Senn Alfons Moosmann käst seit vier Jahren im Sonderdach-Gebiet oberhalb von Bezau. Auf der Alpe Leugher fertigt er vielfach ausgezeichneten Bergkäse und schätzt dabei das heimische Braunvieh als Kulturgut.

Mann schiert Feuer

»Wenn dich das Virus einmal packt, lässt es dich nicht mehr los«, erklärt Alfons Moosmann schlicht. Mehr Erklärung braucht es unter Älplern nicht, warum sie Sommer für Sommer mit ihrem Vieh hoch hinauf auf die Alpen ziehen. Sobald der Schnee im Frühjahr schmilzt, taut auch seine Sehnsucht nach dem Vieh, dem Käsekessel und der Hütte wieder auf – in Moosmanns Fall die Leugher-Alpe in Bezau im Bregenzer Wald. Mit dem Alpfieber infiziert hat sich der gelernte Landwirt schon früh. Er erinnert sich und erzählt: »Mein Vater war schon Hirte und mich hat das von klein auf fasziniert.« Als 20-Jährigen zog es ihn Anfang der 80er-Jahre erstmals selbst z´Alp. Die Vorarlberger Alpen Batzen, Saluver, Brendler, Gulm Gävis, Sentum und Alpila gehören zu den Stationen der langjährigen Alperfahrung des heute 53-Jährigen. »Ins Ausland wollte ich nie, ich mag meine Heimat dafür einfach zu gern«, schwärmt Moosmann.

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