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Zucht Spezial: Doppelnutzung mit gesextem Sperma

Dieser Artikel ist zuerst in der Braunvieh erschienen.

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Josef Berchtold
am
19.04.2018

Der gezielte Einsatz des gesexten Spermas ebnet dem Braunvieh neue Wege in der Doppelnutzung und das bei höherem Zuchtfortschritt: Die besten Kühe und die Rinder werden gesext weiblich mit Braunvieh besamt, die schwächeren und schlecht fruchtbare Kühe mit Fleischrassen. Die Schweiz macht's vor.

In der Schweiz werden über 40 Prozent aller Braunviehkühe mit Fleischvererbern besamt, was zunächst dramatisch klingt. Allerdings werden auch 30 Prozent aller Braunviehbesamungen mit gesextem Sperma durchgeführt, gezielt auf die besten und fruchtbarsten Kühe sowie auf Rinder.

Gesextes Sperma als große Chance

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Vor zwei Jahren kamen beim Schweizer Braunvieh "nur" 20 Prozent gesextes Sperma zum Einsatz, im vergangenen Jahr waren es gut 25 Prozent und zum Stichtag 31. Januar 2018 sind es bereits 30,9 Prozent. Die Schweizer Züchter profitieren somit von guten Fleischpreisen ohne den Nachersatz des Braunviehs zu gefährden. "Die Reserven beim gesexten Sperma sind bei uns riesengroß", darüber waren sich die Verantwortlichen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft einig.

Bei der Rinderbesamungsgenossenschaft Memmingen wurde die Verfügbarkeit von gesextem Sperma nach der April-Schätzung verbessert. Neben den Altstieren Hacker und Verdi sind neu auch die Genomstiere Blower und Anis gesext verfügbar.

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