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Zucht Spezial: Der größte Jungkuhvermarkter

Dieser Artikel ist zuerst in der Braunvieh erschienen.

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Josef Berchtold
am
24.10.2017

Mit jährlich rund 3000 vermarkteten Jungkühen, 1500 bis 2500 trächtigen Exportkalbinnen und rund 700 Verkaufs-Jungrindern ist die Allgäuer Herdebuchgesellschaft, die AHG mit Sitz in Kempten, der größte Vermarkter von Großvieh der Rasse Braunvieh.

hans steurer

Eine Besonderheit bei der AHG ist der hohe Anteil an Kühen, die über einen Kaufautrag den Besitzer wechseln. Knapp 40 Prozent aller Tiere, so schätzt Hans Steurer vom Vermarktungs-Team, werden bei den jährlich 31 Großviehauktionen in Kempten und Buchloe von ihm oder seinen Kollegen Franz Bechteler und Werner Schmid für andere Betriebe ersteigert. 

Bei einer normalen Winterauktion in Kempten mit 150 Kühen sind es so etwa 60 Erstlingskühe, die vom Personal der AHG, und am Standort Kempten ist das vorwiegend Steurer, für Bauern, zum Teil auch für Händler, im In- und Ausland angekauft werden. Am Auktionstag ist Steurer voll auf die Kühe konzentriert, beobachtet jede genau, schon bei der Anlieferung und im Stall. »Bei jedem Tier, bei dem ich mitsteigere, weiß ich, für welchen Betrieb es bestimmt ist«, sagt der 59-jährige. Er kennt alle Verkäuferbetriebe und fast alle Käufer. Bei der Frage, welche Kuh für welchen Betrieb passt, berücksichtigt er viele, auch 'weiche' Faktoren.

"Wenn in einem Betrieb die Frau melkt, dann schaue ich ganz besonders darauf, dass die Kuh auch brav ist, und bei einem Roboterbetrieb bin ich auch auf sehr ruhige Tiere bedacht", erklärt er. Eine Jungkuh, die im Herbst frisch von der Alp kommt, passe in einen Betrieb mit Komponentenfütterung genauso wie mit TMR-Fütterung, weil sie es gewohnt sei, sich ihr Futter zu suchen. Im Frühjahr aber, wenn die Kuh aus dem Oberland an die abwechselnde Gabe von Heu, Grumet, Silage und Kraftfutter gewohnt ist, dann ist er vorsichtiger, sie in einen TMR-Betrieb zu vermitteln. "Und eine Kuh, die aus einem TMR-Betrieb stammt, sollte auch wieder in einen TMR-Betrieb kommen", so seine Erfahrung.

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Den vollständigen Artikel über die Vermarktung bei der AHG lesen Sie im aktuellen Heft von Rinderzucht Braunvieh auf Seite 40.

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