Im neuen Heft lesen Sie ... Fütterung: Hirse in der Rinderration

Dieser Artikel ist zuerst in der Braunvieh erschienen. Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

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Während es bei den Konzentratfuttermitteln für Rinder eine sehr breite Palette gibt, ist das Angebot an Grob- und Grundfuttermitteln überschaubar. Vor allem in Zeiten von Futterknappheit geraten immer wieder eher exotische Futtermittel in den Fokus. Neben mehr oder weniger in Vergessenheit geratenen Futtermitteln, gibt es für unsere Breiten auch neuartige Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Hirse.

Hirseähren als Grundfutterersatz © LfL Bayern Bild vergrößern
Wer kennt sie nicht, die getrockneten Hirseähren oder -körner für den Wellensittich. Doch taugt diese auch fürs Rindvieh?

An der LfL Bayern wurden deshalb Hirsen des sogenannten 'Futter- oder Körnertyps' untersucht. Bei den 'Futterhirsen' sind der Kolben- oder Rispenanteil an der Gesamtpflanze und damit der Stärkegehalt unbedeutend, Stängel und Blätter stehen im Vordergrund. Ähnlich wie beim Mais wurden Sorten vom 'brown-midrib'-Typ (bmr-Typ) gezüchtet, die sich durch einen verringerten Ligningehalt auszeichnen und dementsprechend verbesserte Verdaulichkeiten und Energiegehalte erwarten lassen. Im Versuchsanbau konnten die Hirsen des Futtertyps Ende Oktober geerntet werden, diese erreichten Wuchshöhen von bis zu drei Metern.